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Antrittsbesuch in Pforzheim: Der neue Präsident des Badischen Sportbundes (BSB), Dr. Martin Lenz, mit Pforzheims Sport- und Sozialbürgermeisterin Monika Müller beim PZ-Redaktionsgespräch; links PZ-Sportredakteur Martin Mildenberger. Foto: Seibel
Antrittsbesuch in Pforzheim: Der neue Präsident des Badischen Sportbundes (BSB), Dr. Martin Lenz, mit Pforzheims Sport- und Sozialbürgermeisterin Monika Müller beim PZ-Redaktionsgespräch; links PZ-Sportredakteur Martin Mildenberger. Foto: Seibel
06.07.2016

Neuer BSB-Präsidient ist beeindruckt vom Sportkreis Pforzheim

Pforzheim. Der neue BSB-Präsident Dr. Martin Lenz ist auf Stippvisite in Pforzheim gewesen. Sportbürgermeisterin Monika Müller nennt ihrerseits Folgen der Sparzwänge.

Ein strammes Programm hat Dr. Martin Lenz vor der Brust. Innerhalb von zwei Wochen will der frisch gewählte Präsident des Badischen Sportbundes (BSB) alle neun Sportkreise seines Amtsbereiches in Nordbaden besuchen. Den Anfang machte der Karlsruher mit dem Sportkreis Pforzheim Enzkreis direkt vor seiner Haustüre. Was der 54-jährige Nachfolger von Heinz Janalik in der unmittelbaren Nachbarschaft vorfand, hat ihn „positiv sehr überrascht. Dass ich hier vor allem so eine geballte Finanzkompetenz vorfinde, hat mir beinahe die Sprache verschlagen“, so Lenz. Konkret meint Lenz den Solidarpakt Wirtschaft und Sport, den der Sportkreis Pforzheim Enzkreis ins Leben gerufen hat. Hier spenden Unternehmen aus der Region Geld an den Sportkreis, das dieser vor allem zum Erhalt des Sportangebotes an seine Vereine weiterleitet.

Angetan war Lenz, im Hauptberuf Sport- und Sozialbürgermeister der Stadt Karlsruhe, auch von der Sozialarbeit, die im hiesigen Sportkreis geleistet wird. „So etwas wie die Bolzplatzliga würde ich auch gerne in Karlsruhe machen.“ Vorbildlich nennt Lenz auch die hauptamtlichen Strukturen im Sportkreis, ohne die solche Angebote nicht möglich seien. „Die geben in Pforzheim richtig Gas. Ich bin echt mal gespannt, wie das in den anderen Sportkreisen gehandhabt wird.“

Nach seinem Antrittsbesuch beim Sportkreis-Vorstand war es für Lenz eine Selbstverständlichkeit, auch bei seiner Pforzheimer Amtskollegin und SPD-Parteifreundin Monika Müller im Rathaus vorbeizuschauen. Dass Pforzheims Vereine über die landesweit geringste Sportförderung klagen, ist Lenz bekannt. Deshalb zeigt der für drei Jahre gewählte neue BSB-Chef aber nicht gleich die Gelbe Karte. „Dieses Brett muss man halt weiter bohren. Der Gemeinderat setzt halt jetzt andere Prioritäten“, sieht der erfahrene Kommunalpolitiker die Dinge pragmatisch.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat im Zuge der Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung die vor zwei Jahren beschlossene jährliche Erhöhung der Sportförderung um 110 000 Euro wieder um 55 000 Euro gekürzt. „Der Sport muss damit leben. Die Folgen sind, dass wir den Sportentwicklungsplan nur in Teilen umsetzen können. Auch bestimmte Projekte mit Kindern und Jugendlichen können wir nicht wie gewünscht fortsetzen“, bedauert Monika Müller. Ferner könne die Förderung von Übungsleitern nicht wie geplant verbessert werden. Auch die Förderung des Leistungssports werde nicht stattfinden können, wie erhofft, berichtet die Sportbürgermeisterin.