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Neven Subotic. Foto: dpa
Neven Subotic. Foto: dpa
06.01.2017

Neuer HSV-Sportdirektor will bald zwei Abwehrspieler verpflichten – Kandidaten Subotic und Polanski

Dubai. Jens Todt hat das neue Führungs-Trio beim Hamburger SV komplettiert – und der Sportchef will im Werben um Verstärkungen keine weitere Zeit verlieren. „Die Zeit rennt. Aber das gehen wir jetzt mit großer Seriosität und Entschlossenheit an“, bemerkte der braungebrannte Todt bei seiner Vorstellung am Freitag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Dubai. Der zuletzt beim Zweitligisten Karlsruher SC tätige Todt war tags zuvor an seinem 47. Geburtstag direkt aus seinem Thailand-Familienurlaub in die Vereinigten Arabischen Emirate weitergeflogen.

Schon in den Tagen vor seinem offiziellen Antritt habe es „einen permanenten Austausch“ zwischen Todt, Trainer Markus Gisdol und dem HSV-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen gegeben, hieß es beim HSV. Das war auch nötig, denn zwei Defensiv-Neuzugänge sollen noch zur Mannschaft stoßen. Zwar holten die Hanseaten als ersten Winterzugang bereits Abwehrchef Mergim Mavraj (1. FC Köln), aber dafür verkauften sie Cléber in seine brasilianische Heimat zum FC Santos und stellten den routinierten Rüpel Emir Spahic frei. Zudem verletzte sich Gideon Jung im Training. Als heißer HSV-Kandidat gilt inzwischen Borussia Dortmunds Neven Subotic, zuletzt allerdings länger verletzt, und auch seinen früheren Hoffenheimer Spieler Eugen Polanski soll Gisdol auf seiner Wunschliste haben. Von Todts neuem Job profitiert auch sein Ex-Verein. Der Karlsruher SC spart sich das Gehalt für den freigestellten Sportdirektor und bekommt zudem den Erlös aus einem Freundschaftsspiel gegen den HSV, mindestens aber 100 000 Euro.