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Paul Metzger (Mitte), Präsident des Karlsruher SC, und Vizepräsident Arno Glesius (rechts) haben ihren Rücktritt erklärt. Vizepräsidenten Rolf Hauer (links) wird vorerst den Verein führen.
Paul Metzger (Mitte), Präsident des Karlsruher SC, und Vizepräsident Arno Glesius (rechts) haben ihren Rücktritt erklärt. Vizepräsidenten Rolf Hauer (links) wird vorerst den Verein führen. © dpa
21.09.2010

Neuer KSC-Präsident frühestens Ende Oktober

KARLSRUHE. Beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC wird es frühestens Ende Oktober einen regulären Nachfolger für den zurückgetretenen Präsidenten Paul Metzger geben. „Es wird vier bis sechs Wochen dauern, bis eine Nachwahl erfolgt“, sagte der bisherige Stellvertreter Rolf Hauer nach der Mitgliederversammlung des KSC, bei der er als einziges Präsidiumsmitglied weder zurückgetreten noch von der Abwahl bedroht war.

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Hauer und Verwaltungsrats-Chef Peter Mayer werden sich am Dienstagabend zusammensetzen, „um den weiteren Zeitrahmen abzustecken“, so Mayer. Der KSC muss zunächst beim Amtsgericht einen Notpräsidenten beantragen, der bis zur Wahl zusammen mit Hauer die Geschäfte führt.

Metzger und sein zweiter Stellvertreter Arno Glesius waren am Montagabend zurückgetreten, weil sich die Mitglieder in beiden Fällen für ein Abwahlverfahren ausgesprochen hatten. „Es tut mir leid für meine Kollegen. So schlecht war die Arbeit, die wir geleistet haben, nicht“, sagte Hauer. „Was mir Sorgen macht, ist die Spaltung des Vereins. Es wird eine schwierige Aufgabe, die Gräben zuzuschütten.“

Hinzu kommt, dass dem KSC laut Mayer 3,64 Millionen Euro fehlen, um einen ausgeglichenen Etat präsentieren zu können. „Es bleibt zu hoffen, dass Leute aus dem Sponsorenkreis kommen, die uns kurzfristig helfen. Dann sehe ich eigentlich nicht so schwarz“, sagte Hauer. dpa