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05.08.2017

Neuer Sportvorstand beim VfB Stuttgart: Reschke beerbt Schindelmeiser

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat innerhalb von 24 Stunden seine sportliche Führung neu aufgestellt und den Kaderplaner des FC Bayern München gewinnen können. Einen Tag nach der Trennung von Jan Schindelmeiser gaben die Schwaben die Verpflichtung von Michael Reschke als neuem Sportvorstand bekannt. Reschke erhält beim VfB einen Drei-Jahres-Vertrag und wird Ende August sein neues Amt antreten.

«Es gibt im Leben Chancen, die man einfach ergreifen und Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Und dies trifft jetzt beim VfB Stuttgart exakt zu. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und weiß um die riesige Bedeutung des VfB für die Menschen in der Region», sagte Reschke, der sich mit den Münchnern auf eine Auflösung seines bis 2018 laufenden Vertrages geeinigt hatte.

Wolfgang Dietrich freute sich als Aufsichtsratsvorsitzender des VfB über den Coup. «Er ist ein absoluter Glücksfall für unseren Verein», sagte Dietrich und verwies auf den hervorragenden Ruf, den der 59-Jährige im Fußball-Geschäft genießt.

Am Freitag hatte der VfB die Trennung von Schindelmeiser nach gut einjähriger Zusammenarbeit trotz laufenden Vertrages bis 2019 bekanntgegeben. Der frühere Sportdirektor von 1899 Hoffenheim wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Man sei nicht mehr davon überzeugt gewesen, mit Schindelmeiser die Ziele zu erreichen.

Dies wird umso mehr Reschke zugetraut, der beim FC Bayern eine Lücke hinterlässt. «Er hat mit seinem Fachwissen, seiner Professionalität und seinem Netzwerk einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des FC Bayern geleistet», lobte Karl-Heinz Rummenigge. Im Sommer 2014 hatte der frühere Münchner Sportvorstand Matthias Sammer den langjährigen Leverkusener, der als Experte auf dem internationalen Transfermarkt und als hervorragender Verhandlungsführer gilt, nach München geholt.

Und gerade nach dem Abschied von Sammer als Bayern-Sportvorstand im Juli 2016 und der fast einjährigen Vakanz auf dem Posten war Reschke für die Münchner umso wertvoller. Erst Anfang der Woche präsentierten die Bayern in Job-Neuling Hasan Salihamidzic einen Nachfolger für Sammer. Zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Reschke und Salihamidzic ist es aber nicht mehr gekommen.

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