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So soll die neue Tribüne mit den Funktionsräumen (links) nach der Fertigstellung im ersten Halbjahr 2017 aussehen. Grafik: CFR
Erst nach dem Ende der laufenden Saison, im Mai 2016, wird die alte Tribüne im Brötzinger Tal abgerissen.
16.12.2015

Neuer Zeitplan für neue CfR-Tribüne

Gut Ding braucht Weile. Das alte Sprichwort gilt wohl auch für die Sanierung des Fußball-Stadions im Brötzinger Tal. Nach ersten Plänen wollten die Stadt und der 1. CfR Pforzheim im Sommer 2016 fertig sein, dann im Frühjahr 2017. Jetzt wird doch wohl eher der Sommer 2017 ins Land ziehen, bevor der erste Ball auf dem neuen Stadionrasen rollt.

Bildergalerie: CfR-Tribüne: Verein präsentiert die finalen Entwürfe

Hauptursache für die Verzögerung ist die Tribüne. Das marode, alte Bauwerk sollte eigentlich saniert werden. Doch im Zuge der Planung wurde klar, dass eine Ertüchtigung der 1959 eingeweihten Tribüne keinen Sinn macht. Also wird sie abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut. Das kostet mehr (etwa eine Million Euro) und dauert natürlich länger. „Das macht aber nichts. Wir fühlen uns auf dem Holzhof sehr wohl. Jetzt kommt es auf ein, zwei Monate auch nicht mehr an“, sagt Markus Geiser, der Vorstandsvorsitzende des CfR, ganz entspannt.

Abriss Ende Mai

Eigentlich wollte man die Tribüne schon im Frühjahr 2016 plattmachen. Weil aber Duschen und Umkleiden in dem Gebäude für die CfR-Teams, die im Brötzinger Tal trainieren, benötigt werden, wurde entschieden, bis Ende der laufenden Saison abzuwarten. Abriss ist jetzt Ende Mai/Anfang Juni. Dann soll zügig der Rohbau erstellt werden. Der Innenausbau könnte im Winter 2016/17 erfolgen. „Wenn alles sehr gut läuft, könnten wir zu Beginn der Rückrunde 2016/17 umziehen“, hofft Geiser.

Zuvor muss noch der Gemeinderat der Stadt Pforzheim, Eigentümerin des Areals im Brötzinger Tal, zustimmen. Der Grundsatzbeschluss, dass die Tribüne neu gebaut wird, ist bereits in diesem Jahr gefällt worden. Es geht nur noch um die Absegnung der neuen Planung, damit schnell die erforderliche Baugenehmigung erteilt werden kann. „Geplant ist, dass der Gemeinderat noch im ersten Quartal grünes Licht gibt, dann können wir loslegen“, sagt Sportbürgermeisterin Monika Müller.

Der neue Plan sieht eine Tribüne mit 558 Sitzplätzen vor. Darunter sind die Duschen und Umkleiden. In einem an die Tribüne anschließenden Gebäude werden Funktionsräume für Gymnastik, Fitness und Schulungen untergebracht. Diese werden auch andere Vereine aus Pforzheim nutzen können. Interesse angemeldet haben FC Portus (Futsal), Para-Sportclub, TB Pforzheim, WSV Pforzheim, PSV Pforzheim, TV Brötzingen und KKS Eutingen. Auch die Footballer der Wilddogs und die Rugbyspieler des TV Pforzheim sollen im Brötzinger Tal wichtige Spiele austragen können. Eine Kooperation zwischen Wilddogs und CfR gibt es bereits jetzt.

Eine nicht-öffentliche Info-Veranstaltung mit den interessierten Vereinen, dem CfR und Mitgliedern des Gemeinderates fand dieser Tage „in einer sehr konstruktiven Atmosphäre“ statt, wie Monika Müller erklärt. Markus Geiser vom CfR stellte noch einmal die Pläne vor. „Ich sehe keine großen Probleme. Wir bekommen alle Vereine eingebunden“, so Geisers Fazit.

Die Idee, andere Vereine einzubinden, hatte übrigens der CfR-Vorsitzende. Im Rahmen der Beratungen zum Sportentwicklungsplan der Stadt war der Wunsch nach einem Zentrum für Sportvereine in Pforzheim geäußert worden. „Der neue Tribünentrakt bietet diese Möglichkeit“, betont Geiser.

Mehrkosten 850 000 Euro

Die Sanierung des Stadions im Brötzinger Tal wird durch den Neubau der Tribüne 850 000 Euro teurer, als ursprünglich geplant (800 000 Euro). Das Gesamtprojekt (drei Plätze, Clubhaus, Außenanlagen) ist mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt.