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Nach zehn erfolgreichen Jahren hat Felix Zachmann seine Zelte in Nöttingen abgebrochen.  Foto: Eibner 
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Künftig wird Matthias Cuntz für den FC Nöttingen gegen den Ball treten. Er kommt von Regionalligameister SV Elversberg.  Foto: Hennrich 
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Offene Nöttinger Fragen: Wohin galoppieren Niklas Hecht-Zirpel (links) und Theodor Bräuning?  Foto: Hennrich 

Neuzugänge und Wackelkandidaten beim FC Nöttingen

Remchingen-Nöttingen. Es ist immer schwierig, einen Abstieg zu verkraften. Doch vieles spricht dafür, dass der FC Nöttingen nach dem Sturz aus der Regionalliga kommende Saison wieder eine gute Rolle in der Oberliga spielen wird. Der Remchinger Verein kann seine Mannschaft größtenteils zusammenhalten und hat interessante Neuzugänge zu vermelden, darunter Matthias Cuntz vom SV Elversberg. Allerdings droht auch noch der Abgang wichtiger Spieler wie Niklas Hecht-Zirpel und Theodor Bräuning.

Wer sind die Neuen?

Matthias Cuntz (SV Elversberg), Ernesto de Santis (1. CfR Pforzheim), Robin Faber (Stuttgarter Kickers), Julian Kern (Borussia Neunkirchen) sowie Jonas Marten und Peter Wentzel (eigene Jugend). Der Fokus liegt vor allem auf dem 27-jährigen Cuntz. Der Sohn des ehemaligen FCN- und FCP-Trainers Günther Cuntz spielte zuletzt beim Regionalliga-Meister SV Elversberg, mit dem er in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga an der Spvgg Unterhaching scheiterte. Zuvor spielte Matthias Cuntz, der in der Jugend des Karlsruher SC ausgebildet wurde, unter anderem in Trier, Altach (Österreich) und beim Karlsruher SC II. Jetzt zieht es ihn aus privaten Gründen und studienbedingt nach Baden zurück. Beim FCN unterschrieb er einen Dreijahresvertrag.

Offensivspieler Ernesto De Santis (21 Jahre) wurde ebenfalls beim KSC ausgebildet, für den CfR erzielte er drei Tore in der Oberliga. Defensivspieler Robin Faber (21) kam bei den Stuttgarter Kickers hauptsächlich im Oberligakader zum Einsatz. Ausgebildet wurde er beim TSV 1860 München und beim FC Augsburg. Julian Kern (23) hat badische Wurzeln (Offenburger FV), spielte zuletzt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in Neunkirchen. Aus der eigenen U19 rücken Jonas Marten (linke Außenbahn) und Torwarttalent Peter Wentzel in den Oberligakader auf. Wentzel sprang bereits im Regionalligateam ein: Er war der erste Keeper, der in der Saison 16/17 ohne Gegentor blieb – beim 0:0 in Pirmasens.

Welche Spieler verlassen den FC Nöttingen?

Felix Zachmann geht nach zehn bewegten Jahren beim FCN zum Kreisligisten SV Huchenfeld. „Dort trainiert mein bester Freund“, sagt Zachmann über SVH-Coach Timo Fuhrmann. Jonas Bergmann (FC Denzlingen) zieht es studienbedingt nach Südbaden, Claudio Bellanave wechselt zur Neckarsulmer SU. Torhüter Bünyamin Karagöz schließt sich Verbandsligist TuS Bilfingen an, Mattia Maggio geht mit unbekanntem Ziel.

Wer sind die Wackelkandidaten?

Niklas Kolbe bleibt, obwohl er ein Angebot der Reserve des Traditionsclubs 1. FC Nürnberg hatte – die zweite Mannschaft der Franken spielt in der Regionalliga Bayern. Fragezeichen stehen noch hinter Theodor Bräuning, Reinhard Schenker und Niklas Hecht-Zirpel. Von Schenker gab es zuletzt laut Vereinschef Dirk Steidl Signale, dass er bleiben will. Schwieriger könnte es bei Hecht-Zirpel und Bräuning werden. Der technisch beschlagene und torgefährliche Hecht-Zirpel gerät schon seit Jahren immer wieder in den Fokus anderer Vereine. Jetzt hat er seine Ausstiegsklausel gezogen. Konkrete Angebote höherklassiger Clubs sollen ihm vorliegen. „Er ist ein Urgestein und Herzstück unseres Clubs“, sagt Dirk Steidl über den Mittelfeldspieler, der immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden war. Auch Bräuning sondiert den Markt. Der zweikampfstarke und passsichere Mittelfeldmann hat in dieser Saison eine starke Entwicklung genommen – das ist auch anderen Clubs nicht verborgen geblieben.

Welche Ziele peilt Nöttingen in der neuen Saison an?

„Wir werden unseren Fans eine klasse Truppe präsentieren, mit der wir auf jeden Fall vorne mitspielen werden“, sagt Dirk Steidl. Der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga sei für einen Dorfklub angesichts einer starken Oberliga ambitioniert. „Aber wer einmal 4. Liga gespielt hat, will immer wieder dorthin, ungeachtet aller Probleme, die uns in dieser Klasse begegnen werden“, so Steidl.