nach oben
Vorwärtsdrang zeigt Sasa Kalajdzic (am Ball) im Trainingslager des VfB Stuttgart. Foto: Baumann
Vorwärtsdrang zeigt Sasa Kalajdzic (am Ball) im Trainingslager des VfB Stuttgart. Foto: Baumann
09.07.2019

Neuzugang Sasa Kalajdzic hat beim VfB Stuttgart ein gutes Gefühl

St. Gallen/Stuttgart. Einen Lieblingsspieler hat Sasa Kalajdzic nicht. Aber es gibt hochkarätige Profis, an denen sich der Neuzugang des VfB Stuttgart orientiert. Zum Beispiel Zlatan Ibrahimovic. „Als großer Stürmer, der technisch gut ist, der gerne mal dribbelt und ins Eins gegen Eins geht – das taugt mir“, erzählte der 22-Jährige am Dienstag mit breitem österreichischen Akzent im Trainingslager des VfB in St. Gallen.

1,99 Meter ist Kalajdzic groß und damit sogar vier Zentimeter länger als der 37-jährige Ibrahimovic. Von einer Fußball-Weltkarriere wie der des Superstars von LA Galaxy vermag Österreichs U21-Nationalstürmer aber derzeit kaum zu träumen.

Interesse mehrerer Clubs

Der zuvor von mehreren Clubs umworbene Kalajdzic ist zum schwäbischen Zweitligisten gewechselt, „um sich weiterentwickeln zu können“, wie er im Teamhotel der Stuttgarter erzählte. „Um ehrlich zu sein, hatte ich einfach das beste Gefühl bei Stuttgart“, sagte der Stürmer. „Und ich habe gelernt, dass ich auf mein Gefühl hören sollte, nicht nur im Fußball, sondern im ganzen Leben.“

Entscheidenden Anteil am guten Gefühl des Österreichers mit serbischen Wurzeln dürfte der neue VfB-Trainer Tim Walter gehabt haben. Bereits vor einem Jahr hatte Walter sich mit Kalajdzic in München getroffen, ein lockeres Kennenlernen sei das gewesen, „mehr nicht“, meinte Kalajdzic. Von diesem Gespräch blieb ihm aber eine Sache besonders im Gedächtnis: „Ich war von seiner Spielidee begeistert.“ Es sei bei Walter sehr viel aufs Fußballspielen ausgelegt, dass so gut wie alles mit Flachpässen gelöst werde – und das gefällt ihm trotz seiner Körpergröße.

Angesichts seiner fast zwei Meter ist Kalajdzic der größte Spieler des VfB, in dessen Sturmzentrum die Konkurrenzsituation so groß wie in keinem anderen Mannschaftsteil ist. Kalajdzic, der ebenfalls neu gekommene Hamadi Al Ghaddioui, Nicolas Gonzalez, Anastasios Donis, Leon Dajaku, Chadrac Akolo oder Mario Gomez stehen Walter für den Angriff zur Verfügung. Zwar dürften gerade Akolo und Donis die Stuttgarter bei passenden Angeboten noch verlassen. Doch unabhängig davon bliebe die Konkurrenz für Kalajdzic groß. Respekt hat er insbesondere vor Gomez.

Seine erste Begegnung mit dem Ex-Nationalspieler habe er in der Kabine gehabt, erzählte er. „Das ist fast schon surreal. Solche Spieler hast du früher in der Champions League gesehen, beim FC Bayern oder in der Nationalmannschaft von Deutschland“, sagte der 22-Jährige. „Und auf einmal steht er vor dir, eine richtige Autoritätsperson. Ich habe sehr großen Respekt vor ihm und seinen Leistungen.“