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Seit Jahren ist Marcel Nguyen bei den Turnern eine feste Größe. Nun ist die WM-Nominierung des Straubenhardters allerdings noch nicht sicher.  Foto: Murat, 
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Bei der DM und bei der Quali in Kienbaum glänzte KTV-Mann Nils Dunkel.  Foto: Murat, 
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Bester deutscher Turner ist derzeit Andreas Toba.  Foto: Murat, 
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Der 19-jährige Karim Rida kann bereits für die WM in Stuttgart planen.  Foto: Murat, 

Nguyen-Nominierung unter Vorbehalt: Straubenhardter Top-Turner macht Sorgen

Kienbaum. Das deutsche Turn-Team für die Heim-WM in Stuttgart (4. bis 13. Oktober) nimmt langsam Gestalt an. Nach der zweiten Qualifikation ist neben Andreas Toba, der wie schon bei der deutsche Mehrkampfmeisterschaft siegte, auch der junge Karim Rida nominiert worden. Doch Cheftrainer Hirsch hat auch noch einige Sorgen.

Toba und Rida haben sich auch bei der letzten WM-Qualifikation am Samstag in den Vordergrund geturnt. „Wir haben gute Leistungen, aber in unterschiedlicher Differenzierung gesehen. Toba und Rida sind dabei sicherlich hervorzuheben“, lobte Trainer Hirsch hinterher.

Am Tag nach dem Quali-Einsatz am Bundesstützpunkt Kienbaum folgte die offizielle Nominierung des Duos. Marcel Nguyen von der KTV Straubenhardt erhielt das dritte WM-Ticket – zunächst aber nur unter Vorbehalt. „Wir haben damit einen ersten Schritt hin zur Formierung des Teams für die WM getan. Die weiteren Schritte sollen nach dem Länderkampf in Backnang erfolgen“, erklärte Wolfgang Willam, der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes. Am 14. September in Backnang gelte es unter anderem „Aufschluss über die Belastungsfähigkeit von Marcel Nguyen zu erhalten“.

Der 28-jährige Hannoveraner Toba gewann zwei Wochen nach seinem Sechskampf-Sieg bei der DM in Berlin auch die Ausscheidung in Kienbaum. Mit 83,55 Punkten landete er vor dem erneut starken Nachwuchsmann Rida (82,65). Auf Rang drei folgte Nils Dunkel vom Bundesligisten Straubenhardt (80,25). Felix Remuta (Unterhaching/79,75) und Philipp Herder (Berlin/79,70) lagen auf den Rängen vier und fünf.

„Es war ein Top-Wettkampf. Ich habe bis auf Reck alles super erwischt und bin echt zufrieden, dass es noch besser lief als in Berlin“, sagte Toba. Der 28-Jährige wurde noch mehr gefordert als bei den Titelkämpfen vor 14 Tagen. Der 19-jährige Berliner Rida turnte einen sehr stabilen Sechskampf, in dem seine Bodenübung (14,30) herausragte, und führte das Feld der neun WM-Kandidaten bis zum vorletzten Gerät an.

18-facher Meister bangt noch

Doch der 18-fache deutsche Meister Nguyen erwischte einen schwarzen Tag: Sturz am Boden, Absteiger am Pauschenpferd – dann meldete sich beim 31 Jahre alten Mehrkampf-Zweiten von Berlin auch noch die schmerzende Schulter zurück. Auf Rat von Teamarzt Hans-Peter Boschert ließ Nguyen die Ringe-Übung dann vorsichtshalber aus. Wie er muss den Belastungstest in Backnang auch Ex-KTV-Turner Lukas Dauser bestehen, um bei der WM dabei zu sein.

Vor acht Wochen war Dauser an der Hand operiert worden. Der Wahl-Berliner verpasste daher beide Quali-Wettkämpfe, blieb aber optimistisch. Mit dem Heilungsverlauf liege er im Plan, nur konditionell müsse er noch zulegen, verriet der 26-Jährige beim Sommerfest in Kienbaum. Knapp vier Wochen hat Dauser noch Zeit, um den nötigen Leistungsnachweis zu erbringen. „Ich kann schon wieder alle Elemente machen. Für mich zählt jetzt jede Woche“, sagte er. „Ich hoffe, dass ich noch auf den WM-Zug aufspringen kann. Denn das wird ein Riesen-Highlight.“