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Marcel Nguyen.  Foto: dpa 

Nguyen und Co. wollen mit Blick auf Olympia 2020 punkten

Straubenhardt. Nach dem Gewinn des Swiss Cups mit Elisabeth Seitz ist Turner Marcel Nguyen von der KTV Straubenhardt heiß auf die nächsten Siege. Die Generalprobe fürs DTL-Finale am Samstag, 1. Dezember, gegen die KTV Obere Lahn in Ludwigsburg führt ihn zum Weltcup nach Cottbus. Bei der 43. Auflage des altehrwürdigen Turniers der Meister geht es erstmalsum Punkte für die Olympia-Qualifikation. Daher stehen Top-Turner aus fast 50 Nationen in den Meldelisten und sorgen für eine Rekordbeteiligung.

Cottbus ist der Auftakt einer bis ins Frühjahr 2020 laufenden Serie von acht Weltcup-Turnieren, über die sich Spezialisten an einzelnen Geräten Tickets für die Sommerspiele in Tokio sichern können. In die Wertung kommen die drei besten Resultate jedes Sportlers. Hintergrund der Neuregelung ist die Reduzierung der Riegenstärke: Bei Olympia bilden künftig vier statt fünf Turner ein Team. Dadurch können über Weltcup und Kontinental-Meisterschaften mehr Einzelplätze an kleinere Turn-Nationen vergeben werden.

Doch das unübersichtliche Regelwerk des Weltverbands lässt auch zu, dass sich Top-Nationen bis zu zwei zusätzliche Tickets sichern. „Wir haben uns ein Konzept erarbeitet, wie wir mit diesem neuen Modus umgehen“, sagt Frauen-Cheftrainerin Ulla Koch. Einzelplätze können im Fall der Riegen-Qualifikation für Tokio allerdings nur Turner und Turnerinnen holen, die nicht bei den Weltmeisterschaften in Doha (2018) sowie 2019 in Stuttgart dabei sind.

Der Poker um zusätzliche Olympia-Plätze ging bereits los: Jade Carey, US-Vizemeisterin am Boden, wurde für die WM, bei der ihr Land dann Gold holte, nicht berücksichtigt. Sie könnte den USA nun über die Weltcups an Boden oder Sprung ein zusätzliches Olympia-Ticket bescheren.