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Erleichterte KSC-Spieler nach dem 1:0-Erfolg gegen Werder Bremen II am vergangenen Samstag.  Foto: Ripberger 

Nicht schön, aber siegreich: KSC gewinnt gegen Bremen II mit 1:0

Karlsruhe. Zehn, elf Minuten waren zwischen dem Karlsruher SC und Werder Bremen II noch zu spielen, da zückten mehr und mehr KSC-Fans im Block A4 ihre Smartphones. Nicht aber, weil sie überprüfen wollten, was in diversen Livetickern über eine strittige Szene geschrieben wird. Auch nicht, um einen Torjubel fotografisch festzuhalten. Nein.

Es wurde geschaut, wie die Zweitligaspiele endeten. Wie es in der ersten Bundesliga steht. Und was es im Whatsapp-Gruppenchat Neues gibt.

Zeit für solche Nebenbeschäftigungen gab es für die gut 10.000 Zuschauer nach der Pause zuhauf. Denn die Blau-Weißen hatten sich da von den Gästen auf ihr – dürftiges – Niveau herabziehen lassen. So wirkten Fans und Spieler des badischen Fußball-Drittligisten erleichtert, als der verdiente, aber glanzlose 1:0 (1:0)-Sieg feststand.

„Wir haben zu viele Fahrkarten geschossen“, bedauerte Trainer Alois Schwartz nach dem Spiel, „und uns dadurch das Leben selbst schwergemacht.“ Das stimmte – zumindest mit Blick auf die ersten 35 Minuten. Fabian Schleusener, zum Beispiel, schoss in der elften Minute aus der Drehung und etwa sieben Metern genau auf Bremens Schlussmann Eric Oelschlägel. Eine Viertelstunde war gespielt, als Marc Lorenz aus spitzem Winkel von links den Ball über das SVW-Tor drosch. Anton Fink schoss von rechts knapp links vorbei (20.) und traf wenig später nur Aluminium (24.). Und noch einmal wollte Fink es zu genau machen – und brauchte deshalb bei einer weiteren Großchance einfach zu lange, so dass Werders Abwehr noch einen Fuß dazwischen bekam (28.). In der 36. Minute versemmelte schließlich Jonas Föhrenbach einen von Fink zugelupften Ball kläglich.

Wanitzek überrascht Torwart

Nur Marvin Wanitzek vermochte der Überlegenheit der Gastgeber mit einem Treffer zahlenmäßig Ausdruck verleihen. Der Karlsruher Spielmacher überraschte Oelschlägel in der 26. Minute mit einem platzierten, aber nicht allzu starken Flachschuss aus 25 Metern, der ins Torwarteck flutschte.

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Karlsruher SC besiegt Werder Bremen II - Teil 1

Aber auch nach dem Seitenwechsel, als das KSC-Spiel nur noch so vor sich hin stolperte, hätte das 2:0 noch fallen können. Daniel Gordon traf – nach einem Freistoß von Wanitzek – mit einem Kopfball nur die Latte (74.), und in den letzten Minuten ließen Schleusener (88.) und Wanitzek (90.+1) zwei weitere Großchancen liegen.

Umgekehrt waren aber auch die personell stark angeschlagenen Gäste (Trainer Oliver Zapel: „Wir hatten nur zwölf einsatzfähige Feldspieler“) nicht in der Lage, aus den wenigen Fehlern der Karlsruher Defensive (24. Marcel Mehlem, 74. Benjamin Uphoff) Kapital zu schlagen.

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Karlsruher SC besiegt Werder Bremen II - Teil 2

Deshalb reichte den zuhause immer noch ungeschlagenen Karlsruhern das zweite Saisontor von Wanitzek zum achten Heim- und zehnten Saisonsieg. Damit machten die nun seit dem 1. Oktober bzw. seit zehn Spielen ungeschlagenen Schützlinge von Alois Schwartz in der Tabelle einen weiteren Schritt nach oben – von Platz sieben auf Rang sechs.