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Foto: PZ-Archiv, Gössele
Foto: PZ-Archiv, Gössele
05.05.2016

Nicht wieder ärgern lassen: Nöttingen will wieder an die Spitze

In Kehl findet am Wochenende der „Messdi“ statt – das größte Volksfest der Ortenau mit fast 100 000 Besuchern. Viel zu feiern hatte der FC Nöttingen in den vergangenen Wochen allerdings nicht. Aus den letzten vier Spielen gab es nur einen Sieg – jüngst beim 2:1 gegen Ravensburg –, davor nur ein Remis gegen den CfR und zwei Niederlagen gegen den KSC II und Bissingen.

Die Bilanz von Trainer Gerd Dais in seinen drei Spielen ist ausgeglichen, dennoch genügt das natürlich nicht den Ansprüchen der Lilahemden. Am Ende der Runde will man in die Regionalliga aufsteigen. Platz zwei hat man schon so gut wie sicher. Um dennoch nicht in der Aufstiegsrunde zittern zu müssen, wäre Platz eins, sprich die Meisterschaft, natürlich um einiges besser. Doch dafür muss man noch in den verbleibenden vier Spieltagen das Fernduell gegen den Spitzenreiter SSV Ulm (zwei Punkte Vorsprung) für sich entscheiden kann.

Knackiges Restprogramm

Das Restprogramm der Spatzen scheint mit dem Karlsruher II (4. Platz), Bissingen (3.), CfR Pforzheim (5.) und Ravensburg (9.) dann doch ein bisschen knackiger, als das des FCN mit Kehl (11.), Oberachern (7.), Sandhausen (10.), Hollenbach (6.). Doch nach den letzten Auftritten der Nöttinger, darf man nicht unbedingt damit rechnen, dass sie noch die Ulmer überholen.

Der Truppe von Gerd Dais fehlt die Lockerheit, die Unbekümmertheit, dadurch fabrizieren die Jungs um Kapitän Timo Brenner zu viele Fehler.

Die Fehlerquote will man nun im heutigen Auswärtsspiel (Anstoß 18.30 Uhr) beim Kehler FV so gering wie möglich halten und mit einem Sieg und damit der vorübergehenden Übernahme der Tabellenspitze Druck auf Ulm, die erst am Sonntag im Wildpark ranmüssen, ausüben.

„Es geht jetzt nicht ums Schönspielen, wichtig ist nur, dass wir die Punkte einfahren, egal wie“, meinte FCN-Coach Gerd Dais gestern nach dem lockeren Abschlusstraining am Morgen.

Ein hartes Stück Arbeit war das Hinspiel für den FCN. Die Kehler verlangten den Gastgebern alles ab und gingen in der 43. Minute durch einen Treffer von Fabian Herrmann mit 1:0 in Führung. Erst in der 68. Minute konnte Nöttingen durch Leutrim Neziraj ausgleichen. Den hart erkämpften Sieg stellte schließlich Niklas Hecht-Zirpel sechs Minuten vor dem Abpfiff her.

Nicht nochmal so ärgern lassen will sich der FCN heute Abend in Kehl. Gegen den Tabellenelften, der mit 38 Punkten noch den einen oder anderen Zähler für den Klassenerhalt braucht, will man dominanter auftreten. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein“, so Dais, der weiterhin auf die verletzten Moritz Bischoff und Colin Bitzer verzichten muss. Dafür ist Leutrim Neziraj nach seiner roten Karte gegen den KSC II wieder spielberechtigt.

Die Kehler versprechen jedenfalls wieder einen harten Kampf. „Wir haben nach den letzten Heimniederlagen etwas gutzumachen und da bietet sich Nöttingen geradezu an“, sagt KFV-Coach Alexander Hassenstein, der wieder auf den zuletzt verhinderten Torwart Dominic Bleich sowie Abwehrspieler Arthur Charlety nach Ablauf seiner Rotsperre bauen kann.

Kehl oder Nöttingen – man wird sehen, wer heute Abend auf der „Messdi“ feiern gehen kann.