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Oft waren sie im Derby Rivalen, künftig sind sie Teamgefährten: Nicolai Gerstner (links) und TGS-Urgestein Florian Taafel. Foto: TGS-Archiv

Nicolai Gerstner wechselt von der SG zum Lokalrivalen TGS Pforzheim

Pforzheim. Nach 20 Jahren Handball bei der SG Pforzheim/Eutingen sucht Nicolai Gerstner eine neue Herausforderung. Es ist ein Wechsel, der in der Goldstadt sicherlich für Aufsehen sorgt, denn der 25-jährige Rückraumspieler geht zur lokalen Konkurrenz: zum Drittligisten TGS Pforzheim.

Seit den Minis hat Gerstner alle Altersklassen der SG durchlaufen. Mit dem Team Baden des Jahrgangs 1993 konnte Nicolai Gerstner im Jahr 2010 die Meisterschaft des Deutschen Jugend Länderpokals feiern und zwei Jahre später die süddeutsche A-Jugend-Meisterschaft. Der Student (Studienfach Technisches Logistikmanagement) blieb aber nicht von schweren Verletzungen verschont. Unter anderem warfen ihn zwei Kreuzbandrisse immer wieder zurück.

TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel freut sich über den Neuzugang: „Natürlich kennen wir Nicolai und seine Spielweise gut, haben wir doch schon einige Derbys gegen die SG gespielt. Ich habe ihn mir beim Heimspiel der SG gegen die SG Köndringen/Teningen nochmal angeschaut und da hat mir in der entscheidenden Endphase des Spiels sein bedingungsloser Einsatz und Zug zum Tor besonders imponiert.“ Auch im Abwehrverbund gebe der Rückraumspieler eine gute Figur ab. Zudem habe der 25-Jährige bei den Gesprächen die TGS-Verantwortlichen auch menschlich überzeugt. „Ich hoffe bloß, dass er gesund bleibt und bei uns alles zeigen kann, was er handballerisch drauf hat“, sagt Taafel, und ergänzt: „Obwohl dieser Wechsel eines SG-Eigengewächses zur TGS ein Novum ist, sollte dies etwas ganz Normales sein, gerade wenn man bei einem höherklassigen Verein vor der Haustür diese Möglichkeit hat.“

„Wenn nicht jetzt . . .“

Was sagt Gerstner zu seiner Wechselentscheidung? „Ich will einfach mal etwas Neues ausprobieren und da ich mit meiner Familie, Freundin und Freunden in Pforzheim sehr verbunden bin, ich mich hier wohlfühle und sportlich nochmal angreifen will, liegt eigentlich nichts näher, als bei der TGS zu spielen, die dann im siebten Jahr in der 3. Handball- Bundesliga mitmischt.“ Nach 20 Jahren SG überlege man sich einen Wechsel eher zweimal, „doch wenn ich das mit 25 Jahren nicht mache, wann dann“.