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Die freien Würfe waren am Mittwoch nicht Pforzheims Paradedisziplin. Hier vergibt Marius Seifried. Flankiert wird er von den besten Werfern der Gäste – links Dominic Rose, rechts der Ex-Pforzheimer Sandro Münch.  Foto: Ripberger 

Niederlage der SG Pforzheim/Eutingen: Das größte Manko war die Chancenverwertung

Pforzheim. Zweites Heimspiel der SG Pforzheim/Eutingen, zweite Niederlage – und was für eine unnötige! Der Handball-Oberligist lieferte gegen die H2KU Herrenberg zwar einen großen Kampf ab, zog am Ende aber mit 26:27 (12:11) den Kürzeren.

Dabei ist die Zahl der Gegentore für Pforzheimer Verhältnisse etwas zu hoch, das Problem lag an diesem Abend aber eher auf der anderen Seite des Spielfeldes. Trainer Alexander Lipps haderte mit der Chancenverwertung: „Heute“, sagte er, „müssen wir mehr als 30 Tore machen.“

Da wollte niemand wiedersprechen. Alleine in den letzten 20 Minuten verballerten die Pforzheimer an diesem Abend fünf „Freie“ (Sören Schmid, Michael Hohnerlein, Paul Lupus, Nicolai Gerstner). Wären es nur zwei gesessen, das Spiel wäre anders ausgegangen. So aber triumphierten die Gäste aus Herrenberg, die ausgerechnet im Ex-Pforzheimer Sandro Münch ihren besten Schützen aus dem Feld hatten (5). Bester Werfer war Siebenmeterschütze Dominic Rose (11/8). Bei den Pforzheimer war Max Lupus (7/5) bester Werfer vor Manuel Mönch (5).

Die Partie hatte für Pforzheim mit einer 7:3-Führung gut begonnen. Mile Matijevic im Tor hielt stark, doch die Pforzheimer vergaben schon vor der Pause zu viele Möglichkeiten. So drehte Herrenberg den 12:11-Pausenstand schnell in eine eigene 18:15-Führung. Die SG-Abwehr bekam nun zu selten den erhofften Zugriff, trotz zeitweiliger Einzeldeckung gegen Münch und eines Torhüterwechsels (Florian Eitel für Mativjevic). Das große Manko blieb aber die Chancenverwertung. Bitter das Ende des Spiels für Nicolai Gerstner: Erst vergab er die große Chance zum 27:26, dann verursachte er den Siebenmeter zum Siegtreffer der Gäste und sah auch noch die Rote Karte.

Verletzungspech kam dazu. Felix Lobedank, der nach einem Schlag gegen den Kopf in der Partie zuvor erst spät ins Spielgeschehen eingriff, musste nach wenigen Minuten mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk wieder vom Platz.