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Redebedarf: SG-Coach Alexander Lipps (Mitte) sah eine rätselhaft schwache Leistung seiner Mannschaft.   Hennrich
Redebedarf: SG-Coach Alexander Lipps (Mitte) sah eine rätselhaft schwache Leistung seiner Mannschaft. Hennrich
18.12.2016

Niederlage gegen Tabellen-Vorletzten tut der SG Pforzheim/Eutingen besonders weh

Lange Gesichter bei den Verantwortlichen der SG Pforzheim/Eutingen. Der Drittliga-Aufsteiger verlor am Samstagabend das Kellerduell beim Tabellen-Vorletzten VTV Mundenheim mit 25:27 (10:13).

Es war der erste Heimsieg für die Pfälzer, die vor dieser Saison ebenfalls in die 3. Liga aufgestiegen sind. „Ich bin sehr enttäuscht. So etwas darf nicht passieren. Wir waren in der Abwehr viel zu passiv und haben im Angriff alles vermissen lassen, was in den vergangenen drei Spielen so gut war“, meinte SG-Trainer Alexander Lipps nach der Partie.

Dass man mit diesem Negativerlebnis in den Köpfen in die Weihnachtspause gehen muss, tut besonders weh. Weiter geht es für die SG am 14. Januar mit dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht SV Zweibrücken. Um im Kampf um den Klassenerhalt nicht vorzeitig abgehängt zu werden, ist ein Sieg in dieser Partie eigentlich Pflicht. Ob sich die SG in der Pause noch einmal auf dem Spielermarkt umsehen wird, ist offen. „Wir müssen die Hinrunde jetzt erst einmal in aller Ruhe analysieren. Dann sehen wir weiter“, so Alexander Lipps. Die Strategie der SG, in 3. Liga fast ausschließlich auf die eigenen Talente zu setzen, ist mutig und konsequent, aber auch riskant bei der enormen Leistungsdichte in dieser Spielklasse.

Bis wenige Minuten vor dem Ende durften die Gäste zumindest von einem Punkt in Mundenheim träumen. Nachdem man fast immer mit drei, vier Toren hinten gelegen hatte, erzielte der starke Julian Broschwitz in der 56. Minuten den Ausgleich zum 23:23. Dann kassierten Goran Gorenac und Sandro Münch kurz hintereinander Zwei-Minuten-Zeitstrafen. Mundenheim nutzt die doppelte Überzahl und ging mit 25:23 in Front. Obwohl die SG in der Folge durch den wieder genesenen Nicolai Gerstner (24:25) und Dominik Seganfreddo (25:26) noch zweimal herankam, reichte es nicht mehr. Mit der Schlusssirene erzielten die Gastgeber, als die SG Pforzheim/Eutiongen den Torhüter herausgenommen hatte und mit sieben Feldspielern agierte, von der Mittellinie aus noch das Tor zum 27:25-Endstand.