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Rugby-Bundesliga: Erfolgsmodell TV Pforzheim

Rob May
Rob May
05.11.2017

Niederlage im Endspurt: Rugbyspieler des TV Pforzheim nur noch mit Mini-Chancen auf Finalrunde

Heidelberg/Pforzheim. Die Endspiel-Träume des TV Pforzheim dürften in der Rugby-Bundesliga Süd/West wohl beendet sein. An Allerheiligen nach starkem Spiel in der Endphase des Matches knapp gegen Meister Heidelberger RK verloren und jetzt nach Führung und gutem Spiel in den Schlussminuten beim 7er-Rugbymeister RG Heidelberg kalt erwischt. Die Folge: Aus eigener Kraft kann der TVP nach der unnötigen 27:36-Niederlage bei der RGH nicht mehr Tabellenzweiter werden. Das Ziel Finalrunde wird der noch amtierende Vizemeister damit wohl erstmals seit dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2011 verpassen.

Noch warten in der Rückrunde im Frühjahr sechs Spiele auf den TVP. Doch die beiden Heidelberger Clubs an der Tabellenspitze müssten sich schon mehrere Ausrutscher erlauben, um Pforzheim noch eine Chance zu geben.

Dabei hatte es für den TVP bei der RGH anfangs sehr gut ausgehen. Wie gegen den HRK gingen die Pforzheimer „Rhinos“ durch zwei Versuche – dieses Mal in der 11. und 19. Minute in Führung. Dies gelang durch die schnellen Hakenschlager Ali Sürer und Tafadzwa Chitokwindo, der nach einem beeindruckenden Spurt von Manasah Sita bedient wurde. Schon stand es 12:0. Den dritten Versuch legte Sita dann selbst zur 19:7-Halbzeitführung. Dabei haben die mit 7er-Rugbynationalspielern gespickten Heidelberger selbst mehrere spurtfreudige Spieler in ihren Reihen. Die sollten sich in der zweiten Hälfte besser in Szene setzen. Diese begann mit einer Gelben Karte für TVP-Kapitän Rob May. Bevor er nach zehn Minuten wieder zurück aufs Spielfeld kam, hatten die Heidelberger die Überzahl und den Verlust des starken TVP-Stürmers genutzt, um den Ball ins Pforzheimer Malfeld zu drücken.

Bis zur 77. Minute aber konnte der TVP eine 22:17-Führung halten. Durch unnötige Ballverluste eröffnete der TVP den Gastgebern erstklassige Konterchancen, die zu drei Versuchen und zum 36:22 für die RGH führten. Das Spiel war gelaufen, doch die „Rhinos“ wollten unbedingt noch den vierten Versuch und damit den Bonuspunkt. Das gelang ihnen kurz vor dem Abpfiff, als sie ein Paket ins Heidelberger Malfeld schoben.

TVP-Versuche: Ali Sürer, Tafadzwa Chitokwindo, Manasah Sita, Tim Kasten

TVK-Kicks: Carlos Soteras-Merz (2 von 4 Erhöhungen, 1 Strafkick)