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Während Nöttingen II  (rechts Thorben Schmidt) oben mitmischt, steckt Ömer Demirer mit Fatihspor im Tabellenkeller fest.
Während Nöttingen II (rechts Thorben Schmidt) oben mitmischt, steckt Ömer Demirer mit Fatihspor im Tabellenkeller fest. © Becker
14.03.2011

Nöttingen II bleibt bescheiden

PFORZHEIM. Durch das 2:2-Unentschieden von Landesliga-Spitzenreiter TSV Reichenbach gegen den VfR Ittersbach hat der TSV Grunbach als Tabellenzweiter wieder beste Chancen auf die Meisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Frank Misztl hat ein Spiel weniger absolviert und zwei Punkte Rückstand auf den TSV.

Vom 0:1 gegen Post Karlsruhe vor einer Woche zeigte sich Grunbach an diesem Spieltag gut erholt. Mit 5:2 fegte man die Spvgg Durlach-Aue im Heimspiel vom Platz. Mann des Tages war TSV-Stürmer Dominik Salz, der mit einem Hattrick die Partie im Alleingang entschied. „Er ist super drauf, das merkt man auch im Training“, freut sich Grunbachs Trainer Frank Misztl über seinen zuverlässigen Goalgetter. Einen tollen Einstand vor heimischen Publikum feierte auch Neuzugang Mihai Damaschin, der als zweite Spitze das 1:1 erzielte. Trotz des klaren Erfolgs war Misztl nicht ganz zufrieden. „Es läuft noch nicht rund. Es fehlt noch die Feinabstimmung.“

Einen super Start in dieses Jahr legte der FC Nöttingen II mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Flehingen hin. Ignazio Scozzari und Josko Herceg sorgten dafür, dass die Lila-Weißen (30 Punkte) auf Platz fünf mit drei Punkten Rückstand auf Reichenbach weiter in der Spitzengruppe mitmischen. Träumt man beim FCN jetzt vom Aufstieg? „Wir wollen jetzt erst einmal so schnell wie möglich 40 Punkte“, sagt FCN-Trainer Adolf Weidlich und warnt. „In der Vorrunde haben wir auch das erste Spiel gewonnen und dann vier Mal gepatzt, das darf uns diesmal nicht wieder passieren.“ Doch: „Wenn die nächsten Wochen weiterhin so erfolgreich sind, können wir uns vielleicht schon mal andere Gedanken machen.“ Soll heißen: Das Saisonziel (vorderes Tabellendrittel) wird neu definiert.

Noch im Winterschlaf

Alles andere als optimal ist der 1. FC Kieselbronn in dieses Jahr gestartet. Bei der 0:3-Heimniederlage gegen die abstiegsgefährdeten Germania aus Forst präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Schumacher bis auf Torhüter Manuel Görzner noch im Winterschlaf. „Das war das schlechteste Spiel, seitdem ich hier Trainer bin“, sagt Schumacher. Lag’s an der Vorbereitung? „Keinesfalls“, so der Coach, „die war okay.“ Der Grund ist ein anderer: Dem FCK klebt weiterhin das Verletzungspech an den Kickstiefeln.

Mit Stefan Wittmann und Tobias Klos kehrten gegen Forst zwar zwei Langzeitverletzte in den Kader zurück, doch mit Andreas Neumann, Tekin Orhan, Daniel Fuchs, Axel Boden, Marco Parisi und Sascha Mörgenthaler fehlte quasi die Hälfte der Kieselbronner Mannschaft. „Das kann aber keine Ausrede sein, dann müssen eben die anderen ran“, ärgert sich der Schumacher über den Totalausfall seines Teams. Klar geht nach so einer Vorstellung beim FCK nun auch das Abstiegsgespenst um. „Wenn wir so weiterspielen, wird es eng“, weiß der Trainer

Ganz düster sieht es schon beim nächsten Kieselbronn-Gegner aus. Fatihspor Pforzheim kam beim Abstiegsduell in Beiertheim nicht über ein 1:1-Unentschieden (Torschütze CfR-Neuzugang Volkan Sasmaz) hinaus und ziert weiter das Ende der Tabelle. Der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt neun Punkte. „Die Lage wird zwar immer schwieriger, doch wir geben uns nicht auf“, so Coach Kamil Manzak.