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Gefühlvoll zirkelt Dubravko Kolinger den Freistoß zum 2:0 ins Tor. Foto: Eibner
Gefühlvoll zirkelt Dubravko Kolinger den Freistoß zum 2:0 ins Tor. Foto: Eibner
13.11.2011

Nöttingen durchbricht das Kehler Abwehrbollwerk

Mit drei Toren in 20 Minuten gelingt dem FC Nöttingen der zweite Sieg in Folge. Die schlechte Nachricht: Der Verdacht auf einen Innenbandriss bei Riccardo Di Piazza beunruhigt Trainer Michael Wittwer.

Drei Tore in der zweiten Hälfte und ein souveräner Sieg: Nach dem 3:0(0:0)-Erfolg des FC Nöttingen beim Kehler FV in der Fußball-Oberliga hatte Trainer Michael Wittwer keinen Grund zur Klage – fast keinen: So musste er Riccardo Di Piazza mit Verdacht auf einen Innenbandriss auswechseln.

Seine Verletzung hatte sich Nöttingens Spielmacher bereits in der ersten Hälfte zugezogen. Trotzdem spielte er weiter und erzielte sogar das 1:0, ehe die Schmerzen in der 75.Minute zu groß wurden. Ob sich der Verdacht bestätigt, soll heute eine Kernspintomografie zeigen.

Erfreut zeigte sich Wittwer hingegen über der Leistung seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten. Der FCN-Coach hatte wie schon gegen die Stuttgarter Kickers II auf ein 4-2-3-1-System gesetzt. Gegen seine Elf hielt der Kehler Abwehrriegel – mit zwei Sechsern und einem Vorstopper, der Di Piazza bewachen sollte – nicht dauerhaft dicht: Nach einem Missverständnis zweier Kehler schnappte sich Di Piazza in der 52.Minute das Leder, ließ zwei Gegner aussteigen und verwandelte mit seinem schwächeren linken Fuß zum 1:0. Zwei Minuten später entschied Dubravko Kolinger mit einem direken Freistoß die Partie.

„Die erste Halbzeit war von Taktik und Defensive geprägt“, blickte Wittwer zurück: „Kehl ließ kaum Torchancen zu und wir wollten nicht ins offene Messer laufen.“ Zur Pause sei klar gewesen: „Entweder wir packen 20Prozent drauf oder das Spiel endet 0:0“, so Wittwer. Die Remchinger entschieden sich für Variante eins. Die Folge: Erst der Doppelschlag, dann das 3:0. Nach Timo Brenners Flanke wurde ein missglückter Di-Piazza-Schuss zur Vorlage – die sich der eingewechselte Mario Bilger aus elf Metern nicht entgehen ließ (72.).

Nach den Siegen gegen Stuttgart und Kehl will Wittwer nun „endlich eine kleine Serie starten“. Das heißt: In den drei Spielen vor der Winterpause sollen, so der FCN-Trainer, noch neun Punkte auf das Nöttinger Konto wandern. Simon Walter