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Zu Bedauern war Birkenfelds Torhüter Marius Kusterer (links), dagegen hatte Jimmy Marton mit zwei Toren beachtlichen Anteil am Nöttinger Schützenfest. Foto: Becker
15.08.2018

Nöttingen gnadenlos stark: FC Birkenfeld beim 0:8 im Pokal-Achtelfinale chancenlos

Birkenfeld. Wer auf einen packenden Pokalkampf oder gar eine Überraschung gehofft hatte, war am Mittwoch in Birkenfeld fehl am Platz. Der gastgebende FC hatte zuletzt als Landesligist im badischen Pokal zwar einige gute Auftritte hingelegt und zwei Verbandsligisten ausgeschaltet.

Doch Oberligist FC Nöttingen, der im Achtelfinale zum Lokalderby im Erlachstadion gastierte, ließ nichts anbrennen. 4:0 führte der Favorit zur Pause, 8:0 hieß es nach 90 einseitigen Minuten. Und FCB-Keeper Marius Kusterer verhinderte in einer sehr fairen Partie weitere Gegentreffer.

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„Meine Mannschaft hat sehr, sehr gut und souverän gespielt, zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am Sieger aufkommen lassen“, war Nöttingens Coach Michael Wittwer rundum zufrieden. Bruno Martins musste sich zwar nicht grämen, ärgerte sich aber ein bisschen: „Wir wollten mutig mitspielen. Das ging in die Hose. Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte Birkenfelds Trainer.

Im Pokal versucht der Außenseiter immer, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben, um den Gegner nervös zu machen. In Birkenfeld stand es aber nach drei Minuten schon 0:1 und nach zwölf Minuten 0:2. Erst war es Michael Schürg mit seiner ganzen Routine und Abgeklärtheit, dann traf Mario Bilger nach einem der vielen Birkenfelder Ballverluste. Nöttingen ließ den Gegner zu keinem Zeitpunkt ins Spiel kommen und erhöhte durch Riccardo Di Piazza (33.) und Jimmy Marton, der als zweite Spitze agierte (43.), auf 4:0.

Als Schürg direkt nach der Pause auf 5:0 gestellt hatte, waren die letzten Birkenfelder Hoffnungen auf ein achtbares Ergebnis dahin. Marton, Schürg und De Santis per Foulelfmeter (56., 61., 86.) machten das Ergebnis aus Birkenfelder Sicht unangenehm hoch.

„Drei Tore weniger hätten nicht so weh getan“, gestand FCB-Coach Martins. Wittwer hingegen hatte am gnadenlosen Auftritt seiner Kicker nichts auszusetzen. Es spreche für den Erfolgswillen seiner Kicker, „dass man zu Null spielen und so viele Tore wie möglich schießen will“. So gesehen war es ein gelungener Abend. Zumindest für die Gäste aus Nöttingen.