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An die Spitze der Oberliga will der FC Nöttingen. Dazu will heute auch der unter der Woche kranke Michael Schürg (rechts) beitragen.Gössele, PZ-Archiv
An die Spitze der Oberliga will der FC Nöttingen. Dazu will heute auch der unter der Woche kranke Michael Schürg (rechts) beitragen.Gössele, PZ-Archiv
26.09.2013

Nöttingen peilt Sieg gegen Oberachern an

Elf gegen Elf: So wird von der C-Klasse bis zur Champions-League-Fußball gespielt. Doch beim Fußball-Oberligisten FC Nöttingen waren sie davon in dieser Woche weit entfernt – sehr weit: Sechs gegen sechs hieß es in Michael Wittwers Training.

Ein halbes Dutzend Spieler war verletzt, krank oder angeschlagen. Eine optimale Vorbereitung, um Platz eins zu erstürmen, war das nicht.

Und doch soll genau dies heute ab 19 Uhr zu Hause gegen den SVOberachern gelingen: „Wir wollen zumindest für eine Nacht auf Rang eins stehen“, kündigt Trainer Wittwer an. „Schließlich ist das die Region, in die wir von Anfang an hinwollten.“ Nach einigen ärgerlichen Punktverlusten hat sich seine Elf mühsam auf den dritten Rang nach vorne gespielt, stellt inzwischen die beste Abwehr und ist als einziges Oberliga-Team noch ungeschlagen.

Oberachern hat erst drei Punkte

Ganz anders ist die Lage beim SVOberachern: Der südbadische Aufsteiger ist noch ohne Sieg, drei mickrige Zähler aus acht Spielen bedeuten den letzten Tabellenplatz. Im Video vom letzten SVO-Spiel – einem 1:4 gegen die KSC-Amateure – hat Wittwer erkannt, warum das so ist: „Da waren Stellungsfehler und taktische Fehler zu erkennen, wie sie bei Aufsteigern häufiger zu sehen sind“, berichtet er. Doch der FCN-Coach weiß auch: Auswärts tut sich der Kontrahent leichter als daheim. In drei seiner vier Auswärtsspiele holte der SVO ein Unentschieden.

Dafür, dass die Südbadener aus dem Panoramastadion gar keinen Zähler mitnehmen, könnten zwei Nöttinger Talente sorgen: Alexander Mironow und Nikolai Heck, Offensivspieler aus der zweiten Mannschaft, waren gestern beim Training der ersten mit dabei. Gut möglich, dass sie heute im Kader sind. Denn neben Torwart Sascha Rausch, der nach seiner Knie-Operation weiterhin durch Robin Kraski ersetzt wird, fallen auch Lukas Hees (Knieprobleme), Yasin Ozan (angerissenes Syndesmoseband) und Niklas Hecht-Zirpel (Sehnenriss) aus. Zudem mussten zuletzt Michael Schürg krankheitsbedingt und Felix Zachmann mit Problemen am Hüftbeuger pausieren. Beide hoffen aber, heute auflaufen zu können.

Ozans Verletzung, bei ihm bestand zunächst Verdacht auf einen Riss des Syndesmosebandes, ist weniger schlimm als zunächst angenommen. Das Band ist nur angerissen, der Angreifer hat keine Schmerzen und kann wohl in ein bis zwei Wochen wieder angreifen. Eine Hiobsbotschaft gab es unter der Woche hingegen für Hecht-Zirpel: „Bei ihm ist die Sehne, die den Muskel am Becken festhält, eingerissen oder angerissen. Das soll nun konservativ, also ohne Operation, wieder zusammenwachsen“, berichtet Michael Wittwer. Das heißt: In diesem Jahr ist mit dem Eigengewächs nicht mehr zu rechnen – und gegen den SV Oberachern dürfen die beiden noch jüngeren Lila-Weißen Mironow und Heck auf ihr Debüt hoffen.