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Auch der Rollentausch von Kapitän Timo Brenner brachte Nöttingen in Oberachern nicht voran. PZ-Archiv/Becker
Auch der Rollentausch von Kapitän Timo Brenner brachte Nöttingen in Oberachern nicht voran. PZ-Archiv/Becker
06.04.2014

Nöttingens Achterbahnfahrt: Vom Pokal-Coup zur Klatsche

Oberachern/Remchingen-Nöttingen. Auf den Gala-Auftritt im Pokal folgte der desolate Auftritt in der Fußball-Oberliga: Der FC Nöttingen legt derzeit eine fast unerklärliche Berg- und Talfahrt hin.

Nur vier Tage nach dem starken Auftritt im badischen Pokal-Viertelfinale gegen den Regionalligisten SV Waldhof Mannheim blamierte sich die Mannschaft beim Tabellenletzten SV Oberachern mit 0:4 und verpasste damit die Rückkehr an die Tabellenspitze.

„Der Auftritt war von A bis Z enttäuschend“, ärgerte sich der FCN-Vorsitzende Dirk Steidl auch darüber, dass man „die Steilvorlage der Konkurrenten“ nicht genutzt hatte, da der TSV Grunbach nur unentschieden gespielt und der FC Walldorf verloren hatte.

Die Nöttinger mussten in Oberachern neben Reinhard Schenker (Mittelfuß gebrochen) auch auf Thorben Schmidt (Oberschenkelverhärtung) verzichten. Zudem ist Torjäger Michael Schürg durch seinen Bruch des Handgelenks sichtlich gehandicapt, auch wenn er mit einer Schiene spielen kann.

Zwei schnelle Gegentore

Den Auftritt in Südbaden entschuldigt das aber nicht. Simon Frank auf der linken Abwehrseite hatte bei den beiden frühen Gegentoren Probleme. Das 0:1 fiel aus dem Gewühl heraus – Nöttingens Abwehrspieler Holger Fuchs wurde später als Eigentorschütze genannt. Beim 2:0 (15.) traf Matthias Armbruster.

Nach der Pause beorderte Trainer Michael Wittwer Kapitän Timo Brenner aus der Abwehr ins Mittelfeld, zog dafür Tobias Müller zurück und ersetzte Frank durch Mario Hohn. Doch das Bemühen um den Anschlusstreffer verpuffte schnell, weil Oberachern bereits in der 50. Minute das 3:0 durch Domagoj Petric nachlegte. Nur sechs Minuten später beseitigte Sebastian Braun mit dem 4:0 die letzten Zweifel am überraschenden Ergebnis und Dirk Steidl bilanzierte verärgert: „Wir sind einfach nicht konstant genug.“ ok