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Der FK Pirmasens (rechts Benjamin Auer, daneben FCN-Spieler Holger Fuchs) zeigte in Nöttingen, was er kann. Dass die Gäste die Regionalliga-Partie in Nöttingen gewannen, war allerdings glücklich.  Ripberger
Der FK Pirmasens (rechts Benjamin Auer, daneben FCN-Spieler Holger Fuchs) zeigte in Nöttingen, was er kann. Dass die Gäste die Regionalliga-Partie in Nöttingen gewannen, war allerdings glücklich. Ripberger
Die Miene von FCN-Trainer Dubravko Kolinger verfinsterte sich, da sein Team am Ende mit leeren Händen dastand.
Die Miene von FCN-Trainer Dubravko Kolinger verfinsterte sich, da sein Team am Ende mit leeren Händen dastand.
25.09.2016

Nöttingens tiefer Frust nach einem spätem K.o.

Wenn man den bisherigen Saisonverlauf berücksichtigt, scheint eines klar: Der FC Nöttingen muss seine Punkte in der Regionalliga vor allem daheim holen. So gesehen war die 2:3 (0:1)-Heimniederlage am Samstag gegen den FK Pirmasens ein echter Rückschlag. „Ich glaube, es darf heute nur einen Sieger geben“, trauerte FCN-Coach Dubravko Kolinger den vergebenen Chancen auf einen Heimsieg hinterher. Ganz unrecht hatte er nicht, doch Gästetrainer Peter Tretter lag in der Gesamtschau vermutlich besser: „Ein 2:2 wäre gerecht gewesen.“

Eines ist klar: Heimspiele der Nöttinger Fußballer sind selten langweilig oder torarm. Das galt auch für den Samstag, als die Gäste vor der Pause nicht unverdient durch Dominik Rohracker in Führung gingen (38.). Dass Michael Schürg (65.) und Niklas Kolbe (68.) die Partie drehten, hatten sich die Gastgeber dann ebenfalls verdient. Dann passierte aber das, was die Nöttinger mit hängenden Köpfen und tief frustriert zurückließ: Die Gastgeber vergaben die Riesenchance zum 3:1 und kassierten durch Rohracker (81.) und Felix Buerger (86.) den K.o..

Frustrierter Rückkehrer

Reinhard Schenker, der in die Startelf zurückgekehrt war, traktierte nach der Partie frustriert das Eisköfferchen, dann diskutierte er erregt mit Mitspielern. „So kurz nach dem Spiel muss ich aufpassen, was ich sage“, rang er um Fassung. Seine Analyse fiel kurz aus: „Wir hatten nach der Führung drei vier gute Aktionen und bringen den Ball nicht unter. Und hinten hat es nicht gepasst.“

Es war eine durchweg muntere Partie, in der beide Mannschaften schon vor der Pause jeweils eine Handvoll guter Strafraumszenen hatten. Patrick Freyer scheiterte gleich viermal an Nöttingens Keeper Robin Kraski. Auf der Gegenseite scheiterte Eray Gür alleine vor dem Tor (29.) an Schlussmann Oliver Seitz, und Niklas Hecht-Zirpel jagte eine Direktabnahme (44.) nach einer Bilger-Flanke drüber.

Gegentreffer kurz vor der Pause

Die Führung für die Gäste fiel dann durch die starke Flügelzange Rohracker-Freyer. Als sich Timo Brenner beim Kopfball verschätzte, legte Freyer auf und Rohracker traf von der Strafraumgrenze (38.).

Nach der Pause wurde Nöttingen stärker und übernahm mit der Hereinnahme von Michael Schürg und Colin Bitzer (56.) endgültig das Kommando. Vor allem Bitzer auf rechts war nicht zu bremsen. Er legte er für Leutrim Neziraj auf, dessen Torschuss Michael Schürg vollends zum 1:1 über die Linie bugsierte (65.), dann holte er die Ecke heraus, die Kolbe per Kopf zur Führung verwertete (69.). Die Partie war gedreht und wäre wohl auch entschieden gewesen, wenn Bitzers Schuss nicht von Salif Cisse auf der Linie geklärt worden wäre und der eingewechselte Mattio Maggio beim Nachschuss den Ball frei aus sieben Metern nicht an die Unterkante der Latte geschossen hätte. So aber kam Pirmasens zurück. Rohracker traf zum 2:2, als sich die Gäste über die rechte Seite schön durchgesetzt hatten (81.). Dafür gab es vom Trainer ein Kompliment: „Er war der spielentscheidende Mann. Es waren zwei blitzsaubere Tore.“

Nöttingen kurz vor Schluss K.o.

Und dann sorgte der eingewechselte Felix Buerger vollends für Jubelstimmung im FK-Lager: Als Nöttingen erneut den Ball nicht wegbekam, ließ Buerger seinen Gegenspieler aussteigen und traf zum 3:2 für die Gäste (86.).

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