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24.02.2010

Nöttinger Ex-Coach Gerd Dais bei Sandhausen entlassen

SANDHAUSEN. Fußball-Drittligist SV Sandhausen hat am Dienstagabend, kurz nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Wuppertaler SV, seinen Trainer Gerd Dais beurlaubt. „Wir sind der Meinung, dass wir nochmals alles tun müssen, um unser Saisonziel nicht aus den Augen zu verlieren“, sagte Präsident Jürgen Machmeier.

Der Vereinschef wirft Dais vor, die Mannschaft nicht weiterentwickelt zu haben. Dabei hatte der SVS in der Winterpause drei erfahrene Spieler verpflichtet, um näher an die Aufstiegsplätze zur 2. Liga heranzurücken. Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten ist Sandhausen aber nur noch Siebter.

Dais war viereinhalb Jahre beim SV Sandhausen, so lange wie zuvor kein Trainer in den vergangenen 25 Jahren. Er hatte den Verein seit 2007 von der Oberliga in die 3. Liga geführt, wurde zweimal badischer Pokalsieger. Deshalb verlässt der 46-Jährige seinen Heimatverein auch erhobenen Hauptes. „Ich hätte mir zugetraut, die Mannschaft noch einmal auf Aufstiegskurs zu bringen. Aber Fußball ist eben kein Wunschkonzert“, macht Dais keinen Hehl aus seiner Enttäuschung.

Leichte Kritik an der Vereinsführung klingt an, wenn Dais es als wenig hilfreich bezeichnet, dass der Verein den Aufstieg in die 2. Liga als Saisonziel erklärt hat.

Am Mittwochmorgen schaute Gerd Dais, der von 2002 bis 2005 den FC Nöttingen trainiert hat, noch einmal am Hardtwald vorbei, packte seine Sachen zusammen und verabschiedete sich von den Spielern. Das Training leitete Sreto Ristic. Der Spieler wird die Mannschaft wahrscheinlich auch am Samstag beim Heimspiel gegen den SV Wehen betreuen.