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Gruppenbild mit Neuzugängen beim FC Nöttingen II: Hinten von links Spielleiter Ralf Möhle, Maximilian Helfrich, Nick Petlach, Alexander Mironow, Sebastian Schönthaler, David Kunzmann und Trainer Adolf Weidlich; vorne von links Kai Nittel, Emir Alomerovic, Bünyamin Karagöz, Nicolai Heck und Nico Becker.  Hennrich
Gruppenbild mit Neuzugängen beim FC Nöttingen II: Hinten von links Spielleiter Ralf Möhle, Maximilian Helfrich, Nick Petlach, Alexander Mironow, Sebastian Schönthaler, David Kunzmann und Trainer Adolf Weidlich; vorne von links Kai Nittel, Emir Alomerovic, Bünyamin Karagöz, Nicolai Heck und Nico Becker. Hennrich
20.08.2013

Nöttinger Jugendstil: Reserve mit stark verjüngter Mannschaft

Dass er mit jungen Spielern arbeiten muss, das ist Adolf Weidlich gewohnt. Doch die Mannschaft, die der Trainer des FC Nöttingen II in der kommenden Saison in der Landesliga betreut, ist noch einmal deutlich jünger als das Team der vergangenen Spielzeit. Denn mit Josko Herceg (39) hat ein erfahrene Spieler den Verein verlassen. Der Routinier geht zum FV Öschelbronn (Kreisliga), die Neuzugänge kommen überwiegend aus der eigenen Jugend.

Weidlich weiß, was der Jugendstil in seinem Team bringt: „Die Jungs sind immer sehr engagiert und bemüht. Aber bei den Senioren geht es halt anders zur Sache.“ Sich daran schnell zu gewöhnen ist die Hauptaufgabe für die Neulinge. Nur gut, dass einige von ihnen schon vergangene Spielzeit ab und zu bei den Herren reingeschnuppert haben und wissen, was sie erwartet. Auch die Neuzugänge David Kunzmann (TSV Reichenbach) und Kai Nittel (FC Dietlingen) bringen Erfahrung und

Seit neun Jahren hält sich die Nöttinger Reserve nun schon in der Landesliga, spielt meist sogar vorne mit. Doch Adolf Weidlich weiß, dass von ihm mehr als nur Ergebnisse erwartet wird. Er soll vor allem junge Spieler an die erste Mannschaft des Oberligisten heranführen. So wie Thomas Ernst, der im Sommer den Sprung nach oben schaffte. Oder wie Torben Schmidt, der vor zwei Jahren ins Oberliga-Team aufrückte und dort längst eine feste Größe ist. „Jeder Trainer will gute Ergebnisse“, weiß auch Weidlich, „aber der Verein weiß das schon richtig einzuordnen, wenn wir man ein Spiel verlieren, weil ein junger Spieler einen Fehler gemacht hat oder die Chancenverwertung nicht so stimmte.“

Da war natürlich ein erfahrener Spieler wie Josko Herceg eine Hilfe. Doch für den Routinier wurde die Luft in der Landesliga mit 39 Jahren langsam dünn. „Einen Mann wie Josko kann jede Mannschaft gebrauchen, vor allem von seiner Art her. Er hat den jungen Spielern immer geholfen.“ Weil er aber vor allem auch spielen wollte, hat sich Herceg zum Wechsel nach Öschelbronn entschlossen. Seine Rolle als Leitwolf bei der FCN-Reserve könnte Heiko Staffl übernehmen.

Ob es wieder zu Platz vier wie in der vergangenen Saison reicht? Oder zur Teilnahme am Titelrennen wie 2011/12? Das Saisonziel („Ein Platz im vorderen Mittelfeld der Tabelle“) ist eher zurückhaltend formuliert. Adolf Weidlich hofft zunächst einmal auf einen guten Saisonstart. „Das wäre wichtig, dass die jungen Spieler schnell Selbstvertrauen bekommen.“ Die Aufgabe daheim gegen PS Karlsruhe am ersten Spieltag scheint lösbar, der erste Härtetest ist dann am zweiten Spieltag der Gang zu Verbandsliga-Absteiger ASV Durlach. Interessant dabei: Die Durlacher haben vor der Runde den FCN II sogar als Meisterschaftskandidaten genannt. Und als eigenes Saisonziel hat der ASV „Oben mitspielen“ genannt. Das kann also ein richtig interessanter Vergleich werden. Danach bringt der fünfte Spieltag das erste Derby (daheim gegen den FC Kieselbronn) und der sechste Spieltag den Gang zum VfR Ittersbach, der neben Topfavorit Langensteinbach zu den heißen Anwärtern für die Spitzenplätze zählt.