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FC Nöttingen

Nach der Rückkehr in die Startelf traf Michael Schürg (rechts) gleich wieder.   Ripberger
Nach der Rückkehr in die Startelf traf Michael Schürg (rechts) gleich wieder. Ripberger
02.09.2018

Nöttinger Rotation stört den Spielfluss nicht

Remchingen-Nöttingen. Die Punktausbeute des FC Nöttingen in der neuen Saison ist längst nicht optimal. Ganze vier Zähler gab es aus den ersten drei Begegnungen der neuen Spielzeit. Doch wer die Mannschaft von Michael Wittwer am Freitagabend beim 5:2 (2:1) gegen den SV Linx gesehen hat, dem ist nicht bange. Es war schon richtig gut, was die Elf bei der Heimpremiere in der Kleiner-Arena abgeliefert hat. Vor allem offensiv.

Erstaunlich ist, wie eingespielt die Mannschaft trotz zahlreicher Wechsel wirkte. Wittwer hatte sein Team aus verschiedenen Gründen kräftig umgebaut. Nicht alle Wechsel waren durch Sperren (Niklas Kolbe) oder Verletzungen (Tolga Ulusoy) bedingt – es kehrten auch Spieler wie Robin Kraski und Ricardo di Piazza nach unfreiwilligen Pausen zurück.

Sechs Wechsel

Insgesamt sechs Neue standen gegenüber dem 0:1 in Ilshofen in der Startelf, Timo Brenner rückte zudem aus der Abwehrzentrale ins defensive Mittelfeld. Doch die Mannschaft spielte mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte sie schon unzählige Begegnungen in dieser Formation absolviert. „Wir haben Spieler in der Hinterhand, die jung und willig sind. Und wir haben erfahrene Spieler, die den Laden zusammenhalten“, sagte Michael Wittwer nach der Partie.

Dass der Coach ein glückliches Händchen hatte, verdeutlicht die Tatsache, dass drei der sechs neu in die Startelf berufenen Spieler trafen. Marco Manduzio zählt zur Kategorie jung und willig – der Freistoßtreffer des 19-Jährigen zum 1:1 war das erste Nöttinger Pflichtspieltor in dieser Saison. Michael Schürg, der das 4:1 erzielte, gehört zur Gilde der Routiniers. Der FCN-Torjäger war Ende vergangener Saison lange verletzt, hatte gegen Linx seinen ersten Einsatz von Beginn an. „Er hatte noch einiges aufzuholen“, sagt Michael Wittwer über den Angreifer, weiß aber auch: „Den Michael brauchst du, wenn du viel am gegnerischen Sechszehner bist.“ Und das waren die Nöttinger gegen Linx. Abwehrspieler Sascha Walter war der dritte Torschütze, der ins Team rotiert war. Die weiteren FCN-Treffer erzielten Leutrim Neziraj und Timo Brenner.

Ansätze zur Kritik bot an diesem Abend eher die Defensivleistung. „Die Gegentore waren ärgerlich“, sagt Abwehrspieler Holger Fuchs und hatte vor allem das frühe 0:1 im Auge, als Robin Kraski zweimal per Fußabwehr parierte, ehe Jean-Gabriel Dussot im dritten Versuch traf. Später fragte sich nicht nur Fuchs, wo Nöttingens Defensivspieler in dieser Situation eigentlich waren. ok