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Nöttingens Tolga Ulusoy gratuliert nach dem Tor zum 1:1 auch den Vorbereitern William Heers und Benjamin Fassler (von links).  Foto: Hennrich 

Nöttinger Sieg als Einstimmung aufs Derby

Remchingen-Nöttingen. Rechtzeitig vor dem mit Spannung erwarteten Derby hat der FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga die Kurve gekriegt. Mit dem 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Tabellenführer Sport Union Neckarsulm beendeten die Lila-Weißen eine Negativserie von fünf Niederlagen in Folge und zeigten sich gerüstet für das Spiel beim 1. CfR Pforzheim am Mittwoch (18.30 Uhr). Dabei bogen die Gastgeber im Panoramastadion einen Pausenrückstand um: „Wir sind wieder aufs Maul geflogen. Aber wir sind zurückgekommen. Wir haben uns belohnt“, strahlte Abwehrspieler William Heers.

Der Rechtsverteidiger hatte sowohl beim Tor zum Rückstand als auch beim Ausgleich eine Schlüsselrolle gespielt. In der 28. Minute rempelte er seinen Gegenspieler im Strafraum um, was einen Elfmeter und das 0:1 durch Pasqual Pander zur Folge hatte. In der 52. Minute trieb Heers dann den Ball energisch durchs Mittelfeld und legte auf Benjamin Fassler ab, der Torschütze Ernesto de Santis zum 1:1 bediente. Für Freudentänze auf Platz und Rängen sorgte dann der Siegtreffer durch Eray Gür (70.).

Jetzt kann Michael Wittwer an diesem Dienstag etwas beruhigter in den Urlaub aufbrechen. Der Technische Geschäftsführer des FCN war als Interimstrainer eingesprungen, nachdem sich der Verein von Marcus Wenninger getrennt hatte. Wittwer gelang es, die wacklige Abwehr zu stabilisieren. Nach 13 Gegentoren in den vier Spielen zuvor gab es beim 0:1 in Rielasingen-Arlen und beim 2:1 gegen Neckarsulm jeweils nur einen Gegentreffer.

Defensive Trendwende

Das ist schon eine klare Trendwende, zumal in Nöttingen mehrere Schlüsselspieler wie Holger Fuchs, Mario Bilger und Niklas Hecht-Zirpel verletzt fehlen. Gegen Neckarsulm kam Benjamin Fassler aus dem eigenen Nachwuchs als Linksverteidiger zu seinem Oberliga-Debüt und bekam ein Sonderlob vom Trainer.

Wittwer freute sich vor allem über den Auftritt in Halbzeit zwei, nachdem vor der Pause offensiv nicht viel zusammengegangen war. „Jeder hat für den anderen gekämpft“, so der Trainer. Ob er nach seinem Urlaub weitermacht, ist noch offen. Zunächst coachen die beiden Co-Trainer Metin Telle und Reinhard Schenker das Team beim CfR (der war am Samstag spielfrei) und daheim gegen Freiburg.