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Fünf Tore bejubelten die Nöttinger Spieler zuletzt in Reutlingen (hier nach dem 2:0 durch Mario Bilger). Gegen Hollenbach ist das Toreschießen normalerweise nicht so einfach.   Eibner
Fünf Tore bejubelten die Nöttinger Spieler zuletzt in Reutlingen (hier nach dem 2:0 durch Mario Bilger). Gegen Hollenbach ist das Toreschießen normalerweise nicht so einfach. Eibner
19.11.2015

Nöttinger Torfabrik gegen die beste Defensive

Da hatten die Terminplaner der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg ein gutes Näschen. Am letzten Spieltag der Vorrunde treffen die beiden Topteams der Liga aufeinander. Am morgigen Samstag erwartet der Tabellenzweite FSV Hollenbach um 14.30 Uhr in der Jako-Arena den Spitzenreiter und Aufstiegs-Topfavoriten FC Nöttingen. Mehr Spitzenspiel geht momentan nicht in der Oberliga.

Den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters hat der FC Nöttingen bereits in der Tasche. Denn nur mit einem 6:0-Sieg könnte Hollenbach die Remchinger noch überflügeln. Mit einem derart klaren Resultat ist allerdings nicht zu rechnen, eher mit einer ziemlich engen Kiste. Hollenbach stellt die beste Defensive der Oberliga mit bisher nur 14 Gegentoren in 16 Saisonspielen. Da wird es für die Nöttinger nicht einfach, erfolgreich zum Abschluss zu kommen, auch wenn man mit 52 Treffern die mit Abstand beste Offensive zu bieten hat.

Wie in jeder Partie der laufenden Saison schustert der Gegner den Nöttingern die Favoritenrolle zu. Das tut auch Ralf Stehle, der Coach des FSV Hollenbach (siehe auch Drei Fragen). „Nöttingen hat eine sehr starke Mannschaft. Aber ich hoffe, dass wir ein Spiel auf Augenhöhe abliefern können“, sagt der 47-Jährige.

An den kleinen Platz in der Jako-Arena hat der FC Nöttingen keine guten Erinnerungen. In der Saison 2013/14, in der die Lilahemden in die Regionalliga aufstiegen, verlor man dort 0:2. Diesmal will man mindestens einen Punkt aus dem Hohenlohekreis mitnehmen. „Hollenbach spielt auch zu Hause eher defensiv. Wir werden wohl auch dort das Spiel machen. Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen“, warnt Nöttingens Coach Michael Wittwer vor dem Auftritt im Jagsttal.

Nach dem grandiosen Auftritt in Reutlingen, wo der FCN am vergangenen Samstag mit 5:0 gewann, sieht Wittwer logischerweise keinen Grund, die Mannschaft zu ändern. Allerdings musste Niklas Hecht-Zirpel in Reutlingen schon in der ersten Hälfte mit einer Zerrung im Oberschenkel vom Platz. Ob er morgen spielen kann, ist fraglich. Für ihn könnte wieder Colin Bitzer in die Bresche springen, was er an der Kreuzeiche schon sehr überzeugend getan hat. Auch Theo Bräuning wäre eine Alternative.

Ein Fragezeichen steht weiter hinter dem Einsatz von Michael Schürg. Der Torjäger laboriert nach wie vor an einer Rippenprellung. Gestern Abend wollte er erstmals im Training testen, ob ein Einsatz im Bereich des Möglichen ist. Als Ersatz für Schürg hat „Leo“ Neziraj zuletzt überzeugt. Mit elf Toren führt er die Oberliga-Torjägerliste mittlerweile an.