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Vereint im Erfolg: Die Nöttinger Spieler feiern nach dem Schlusspfiff ihren Einzug ins Pokalfinale.  eibner
Vereint im Erfolg: Die Nöttinger Spieler feiern nach dem Schlusspfiff ihren Einzug ins Pokalfinale. eibner
Akrobat schön: Nöttingens Torschütze Yasin Ozan bei einem Seitfallzieher.
Akrobat schön: Nöttingens Torschütze Yasin Ozan bei einem Seitfallzieher.
30.04.2014

Nöttinger stehen kurz vor Teilnahme am DFB-Pokal

Wenn eine Mannschaft weiß, wie Pokal geht, dann ist es der FC Nöttingen. Mit dem 2:1 (1:0)-Sieg beim VfR Mannheim zog der Oberliga-Spitzenreiter gestern Abend zum fünften Mal in Folge ins Pokalfinale des Badischen Fußball-Verbandes (BFV) ein. Dort ist am 20. oder 21. Mai der FC Astoria Walldorf der Gegner. Walldorf ist auch in der Oberliga der schärfste Rivale des FC Nöttingen im Rennen um den Aufstieg. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) steigt das Schlagerspiel FC Walldorf gegen den FC Nöttingen, ein kleiner Vorgeschmack auf das Pokalendspiel.

Die Tore im Rhein-Neckar-Stadion erzielten gestern Abend vor 450 Zuschauern Yasin Ozan zum 0:1 (45. Minute), Göksel Durmus zum 1:1 (64.) und Timo Brenner per Handelfmeter zum 1:2 (68.).

„Kompliment an meine Mannschaft. Wir wussten, dass es schwer wird. Zum fünften Mal in Folge das Finale zu erreichen ist aller Ehren wert“, sagte Trainer Michael Wittwer nach der Partie. „Fünftes Finale in Serie, unvorstellbar“, freut sich FCN-Manager Dirk Steidl.

Zur Überraschung für die Nöttinger Fans saß Michael Schürg erst auf der Bank. Michael Wittwer wollte dem besten Torschützen des FCN vor dem Topspiel in Walldorf eine Verschnaufpause gönnen. Für Schürg, der nach einer Stunde eingewechselt wurde, stürmte zunächst Yasin Ozan. Trotzdem hatten die Gäste in Halbzeit eins ein Chancenplus. Hofmann (5.), Schneckenberger (7.), Ozan (12.), und erneut Ozan mit einem spektakulären Fallrückzieher (41.) hätten treffen können. Die beste Chance des Spieles bis dahin hatte allerdings VfR-Spitze Göksel Durmus, der in der 26. Minute Nöttingens Torwart Robin Kraski umkurvte, dann aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf.

Die verdiente Nöttinger Führung fiel 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff. Timo Brenner spielte den freien Yasin Ozan im Strafraum an, der schoss den Ball flach in die Ecke. Nach dem Wechsel agierte Nöttingen zunächst zu passiv. Die Strafe folgte auf dem Fuß: VfR-Torjäger Göksel Durmus nutzte eine Unachtsamkeit von FCN-Keeper Robin Kraski zum Ausgleich (64.). Doch die pokalerprobten Nöttinger ließen sich nicht beirren. Der eingewechselte Mario Bilger zog in der 68. Minute ab, traf den Arm von Norbert Kirschner. Schiri Schroeter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt: Timo Brenner verwandelte souverän.

Zwar bemühten sich die Mannheimer um den Ausgleich, aber die Nöttinger Defensive stand stabil und hatte in einigen Situationen auf das nötige Glück. „Wir haben vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen lassen“, meinte VfR-Trainer Christian Klein, der aber mit der Leistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage recht zufrieden war.

Mit dem Einzug ins BFV-Pokalfinale darf beim FC Nöttingen jetzt auch vom dritten Einzug in den DFB-Pokal in Folge geträumt werden.