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So könnte es aussehen, das neue Wildparkstadion des Karlsruher SC. Dieser Entwurf ist im Jahr 2014 entstanden.
So könnte es aussehen, das neue Wildparkstadion des Karlsruher SC. Dieser Entwurf ist im Jahr 2014 entstanden. © Screenshot Youtube
Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup. Foto: dpa
Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup. Foto: dpa
02.11.2016

Notartermin für neues KSC-Stadion steht

Karlsruhe. Noch immer sind nicht alle Verträge komplett ausverhandelt, doch immerhin gibt es inzwischen einen offiziell verkündeten Notartermin. Spätestens am 18. November wollen der Karlsruher SC und die Stadt Karlsruhe die Verträge zum Neubau des Wildparkstadions notariell beurkunden lassen. Direkt im Anschluss daran soll die Ausschreibung des Stadionneubaus gestartet werden, Baubeginn soll im Winter 2017/18 sein.

Für den Neubau des bis zu 35 000 Zuschauer fassenden Stadions sowie die Ertüchtigung der Infrastruktur im Stadionumfeld und auf den Wegen zu Stadion, rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 113 Millionen Euro. Die reinen Baukosten des Stadions, die vom KSC in den kommenden 33 Jahren per Pacht zurück bezahlt werden sollen, liegen bei 74,4 Millionen Euro.

Wie das Presseamt der Stadt am Montag berichtete, konnten bei einem Gespräch in Anwesenheit von IHK-Präsident Wolfgang Grenke, der als Mediator fungiert, noch immer nicht alle strittigen Punkte zwischen den Partnern geklärt werden. Es seien weitere Gesprächsrunden nötig, die bereits für die kommenden Tage vereinbart wurden. Obwohl Oberbürgermeister Frank Mentrup gegenüber dem SWR die Gespräche als schwierig bezeichnete, seien beide Seiten aber immerhin davon überzeugt, die noch offenen Streitpunkte bis zur Monatsmitte klären zu können. Ursprünglich hatte Mentrup den 31. Oktober als letzten Termin genannt, der Ende Oktober vereinbarte Notartermin war ohnehin schon in den November hinein verschoben worden.

Verträge mit Rücktrittsrecht

Trotz der weiterhin ungeklärten Ausgangslage hat die Stadt weitere Voraussetzungen für den Stadionneubau geschaffen. Mit dem Land Baden-Württemberg wurde der Kauf zweier Flächen notariell vereinbart, die direkt an das Stadion angrenzen und die bisher vom KIT belegt werden. Auf dem sogenannten „Alten Rasen“ soll ein neuer Trainingsplatz entstehen, als Ersatz für einen Trainingsplatz am Adenauerring, der in einen Busparkplatz für Gästefans umgewandelt werden soll. Das vom Sportinstitut des KIT bisher genutzte Tennisgelände soll dem Hospitality-Parkhaus weichen. In beiden Verträgen ist ein Rücktrittsrecht enthalten, falls der Stadionneubau doch noch scheitert.

Anders sieht es bei Waldflächen entlang der Friedrichstaler Allee und dem Birkenparkplatz aus. Beides sind Flächen, die zur Umsetzung des neuen Sicherheitskonzepts dringend nötig sind und die deshalb ohne Rücktrittsrecht vom Staatsforst erworben wurden.