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Noch hält die Liebe zum Karlsruher SC. So richtig Grund zur Freude hatten die KSC-Fans bei der Heimspielpremiere in der 3. Liga allerdings nicht. Es gab nur ein 0:0 gegen den Halleschen FC. © David OBrien Kaiser
Das Schwenken der Fahnen ging vor dem Spiel im Wildparkstadion noch recht flott. Das Toreschießen aber gelang dem KSC nicht. Die Heimspielpremiere gegen den Halleschen FC ging 0:0 aus. © Weiß
28.07.2012

Nur 0:0: KSC verpatzt Heimspielpremiere

Das Runde muss ins Eckige. So einfach ist Fußball. Und doch kann das so schwer sein. Zumindest beim Karlsruher SC. Wenn Hakan Calhanoglu keine Freistoßtore erzielt, reicht es dem Rest der Mannschaft nur zu Pfosten- und Lattentreffern. Deshalb endete die Drittliga-Heimspielpremiere des KSC gegen den Halleschen FC nur 0:0.

Bildergalerie: Szenen von der Heimspielpremiere des KSC in der 3. Liga

So mancher der 13.735 Zuschauer dürfte sich danach gefragt haben, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn dieses Match das vom DFB-Sportgericht als Strafe verhängte „Geisterspiel“ gewesen wäre. Dabei war die Stimmung beim KSC vor der Saison so gut und voller Zuversicht. Immerhin: Die Karlsruher haben ein ganzes Spiel lang ohne Gegentor ausgehalten und nicht doch noch in der Nachspielzeit verloren. Wegen dieser Last-Minute-Schwäche sind die Badener nämlich aus der 2. Bundesliga abgestiegen.

Bleibt noch eine andere, offensichtlich größere Baustelle, die Trainer Markus Kauczinski bewältigen muss: Während die Abwehr ordentlich spielt, müssen die Schützen im Sturm erst noch das Visier einstellen. Aluminiumtreffer zählen nämlich nicht. Irgendwann muss ja mal ein Ball aus dem Spiel heraus ins Netz gehen. Allein auf Standardsituationen nach Freistößen und Ecken kann man sich nicht verlassen.

Die erste halbe Stunde spielte der KSC munter nach vorne, konnte zuweilen auch Konter starten und erarbeitete sich Chancen. Dann schien die Luft etwas raus zu sein. Prompt tauchte Andis Shala vom Halleschen FC in der 39. Minute alleine vor KSC-Torwart Dirk Orlishausen auf, doch der Schlussmann behielt die Nerven und klärte zur Ecke. Doch auch der Gegner aus dem Osten hatte Glück: Nur zwei Minuten später hämmerte Danny Blum mit einem Flachschuss von halbrechts gegen den linken Pfosten.

Freistoßtore von Hakan Calhanoglu blieben dieses Mal in der ersten Halbzeit aus, auch wenn seine Freistöße und Ecken immer wieder für Gefahr sorgten. Zum Beispiel in der zweiten Halbzeit (64. Minute), als Hakan Calhanoglu aus 30 Metern direkt aufs Tor schoss und FC-Keeper Darko Horvat den Ball wegfaustete. Wenige Minuten zuvor trat Calhanoglu eine Ecke in Richtung Jan Mauersberger, der den Ball an die Latte köpfte.

Doch auch der Hallesche FC hatte seine Chancen, konnte diese aber ebenso wenig nutzen wie die Badener. Gegen Ende des Spiels hatte der KSC dann wieder mehr vom Spiel, ohne die Zuschauer restlos überzeugen zu können.

In der 79. Minute kam beim KSC Timo Kern für Karim Benyamina, in der 85. Minute folgte Selcuk Alibaz für Danny Blum. Steffen Haas erhält in der 88. Minute eine Gelbe Karte - und das war es dann auch schon. Wenigstens nicht verloren in den letzten Minuten.

Drei Änderungen gab es in der Startelf des KSC: Philipp Klingmann spielte auf der linken Abwehrseite für Dennis Cagara (Oberschenkelprellung). Im zuletzt wenig erfolgreichen Angriff ersetzte Karim Benyamina den in Heidenheim glücklosen Rouwen Hennings, der jedoch in der zweiten Halbzeit für Elia Soriano auf den Platz kam. Selcuk Alibaz musste ebenfalls den Anpfiff auf der Ersatzbank verfolgen. Für ihn Danny Blum in der Startelf.

Andere Personalprobleme hatten die Hallenser, die zwar mit einem 1:0-Heimsieg gegen Offenbach die Saison positiv eröffneten, dafür aber nur noch auf einen 18-Mann-Kader bauen können. Da wird es manchmal so sein, dass nicht FC-Trainer Sven Köhler die Mannschaft aufstellt, sondern die jeweilige Situation, insbesondere wenn mehrere Spieler verletzt sind. tok

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