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Karlsruher SC

KSC-Trainer Alois Schwartz. Foto: dpa
KSC-Trainer Alois Schwartz. Foto: dpa
02.01.2018

Nur wenige Fans wollen KSC im neuen Jahr sehen

Karlsruhe. Als sich der im vergangenen Sommer, nach dem Abstieg aus der 2. Liga, personell völlig umgekrempelte Karlsruher SC zu Beginn dieser Saison, am 18. Juni 2017, erstmals seiner Anhängerschaft präsentierte, säumten 2500 Zaungäste den Trainingsplatz der Wildparkprofis. Die anfängliche Euphorie löste sich allerdings schnell in Luft auf.

Zu schlecht kamen Kapitän Kai Bülow und seine Mitspieler in der 3. Liga aus den Startblöcken. Nicht einmal 100 Zuschauer verfolgten deshalb gestern die erste, etwa einstündige Übungseinheit des Tabellenachten im neuen Jahr.

Ob sich außer dem Wechsel des polnischen U21-Nationalspieler Oskar Zawada in seine Heimat, zum Erstligisten Wisla Plock in der Transferperiode II im Wildpark personell noch etwas ändert, ließen Ingo Wellenreuther und Oliver Kreuzer gestern offen. „Wir sind etatmäßig eigentlich ausgereizt und suchen nicht zwanghaft nach Neuverpflichtungen“, sagte der Clubchef. Der Sportdirektor räumte zumindest ein: „Wir haben viele Namen diskutiert.“ Denn offensiv wären durchaus Nachbesserungen angesagt. Nur drei Mannschaften haben weniger Tore erzielt als der KSC (20).

Um den Kader „kostenneutral“ wie Kreuzer schon vor Weihnachten sagte, verstärken zu können, wäre es gut, wenn der KSC einen weiteren Spieler von der Lohnliste streichen könnte. Danach sieht es momentan aber nicht aus. Für den angeblich wechselwilligen Alexander Siebeck liegen, derzeit jedenfalls, „keine Anfragen vor“, sagt Kreuzer.

Sollte sich daran nichts ändern, wird Siebeck zu den 24 Spielern gehören (drei Torhüter, 21 Feldspieler), die Alois Schwartz am Samstag ins einwöchige Trainingslager nach Südspanien mitnimmt. Welche Spieler zuhause bleiben müssen, „werden wir am Ende dieser Woche entscheiden“, sagte der Karlsruher Cheftrainer nach dem gestrigen Aufgalopp. Es bleibt zum Beispiel abzuwarten, ob Andreas Hofmann, der wegen einer Knorpelabsplitterung an der Kniescheibe seit dem 18. August 2017 kein Spiel mehr bestritten hat, die sechs Trainingseinheiten dieser Woche problemlos übersteht.

Im Rahmen seines Aufenthalts in Rota/Andalusien hat der KSC zwei Vorbereitungsspiele geplant: Am kommenden Dienstag, 9. Januar, gegen den spanischen Drittligisten UD San Fernando und vier Tage später (Freitag, 12. Januar) gegen den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.

Ihr erstes Punktspiel 2018 bestreiten die Wildparkprofis eine Woche nach der Rückkehr aus Spanien, am Samstag, 20. Januar, zuhause gegen den Tabellenfünften Unterhaching.