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Zumindest für eine Nacht könnten Holger Fuchs und der FC Nöttingen mit einem Sieg auf Platz drei der Oberliga-Tabelle springen. Foto: Hennrich
Zumindest für eine Nacht könnten Holger Fuchs und der FC Nöttingen mit einem Sieg auf Platz drei der Oberliga-Tabelle springen. Foto: Hennrich
01.03.2012

Oberliga: Nöttingen schielt auf Top-Plätze

Der Fußball-Oberligist FC Nöttingen steht vor seinen vorentscheidenden Spielen. Im 4-2-3-1-System soll am Freitag Normannia Gmünd geschlagen werden.

Wohin geht die Reise für den FC Nöttingen? Sowohl der Angriff auf die vorderen Plätze als auch eine geruhsame Rückrunde im Niemandsland der Fußball-Oberliga sind für die viertplatzierten Remchinger vor den vorentscheidenden Spielen noch möglich.

Doch ehe der FCN in den kommenden zweieinhalb Wochen die drei Top-Mannschaften der Oberliga zum Tanz bittet (den VfR Mannheim im Pokal, den SSV Ulm und die SpVgg Neckarelz in der Liga), muss er sich am heutigen Freitag (18.30 Uhr) zunächst der unteren Tabellenhälfte widmen: Im heimischen Panoramastadion gastiert der auswärtsstarke 1. FC Normannia Gmünd.

Mit 20 Punkten liegen die Württemberger derzeit auf Rang13 der Tabelle – und stecken damit voll im Abstiegskampf. Doch die Vorbereitung lief gut, nach einem Trainingslager am Gardasee wurde zuletzt der Verbandsligist TSV Essingen mit 2:0 bezwungen. Gegen den Drittligisten 1. FC Heidenheim hatten die Gmünder eine Woche zuvor nur knapp mit 1:2 das Nachsehen.

In der Vorbereitung überzeugt

Doch auch bei den Remchingern lieferten die erfolgreichen Testspiele Grund für jede Menge Optimismus: Verbandsligist Grunbach wurde zweimal bezwungen, aber auch das 2:2 gegen Regionalligist Waldhof Mannheim und das 1:2 gegen die zweite Garde des Zweitligisten Karlsruher SC zeigten, welches Potenzial in der Mannschaft von Michael Wittwer steckt. „Fußballerisch hat mir das phasenweise schon gut gefallen“, so der Trainer, der sein Team trotzdem noch nicht bei 100 Prozent sieht. Zu wenig habe man auf dem Rasen trainieren können, zu wenige Spieler seien fit gewesen, um taktische Feinheiten einzustudieren.

Und doch funktionierte das 4-2-3-1-System, mit dem der FCN 2011 zuletzt fünfmal in Folge ungeschlagen blieb, in den Testspielen schon gut. Trotz wechselnder Aufstellungen behielt Wittwer die Grundformation stets bei. Zuletzt – beim 4:1-Sieg gegen Grunbach – war Metin Telle die einzige Spitze, im offensiven Mittelfeld sorgten Mario Bilger, Leutrim Neziraj und Timo Brenner immer wieder für hochkarätige Chancen. „Es spricht viel dafür, dass die Startelf auch gegen Gmünd so aussieht“, so die Prognose von Präsident Dirk Steidl. Das heißt zum einen, dass Neuzugang Giuseppe Ricciardi zusammen mit Felix Zachmann das defensive Mittelfeld beackern und Holger Fuchs neben Marcel Rapp in der Innenverteidigung auflaufen wird.

Zum anderen wird von den zuletzt erkrankten und verletzten Spielern wohl keiner in der Anfangsaufstellung stehen: Sowohl bei Dubravko Kolinger (Grippe) als auch bei Riccardo Di Piazza (Innenbandriss) stehen aber die Chancen gut, dass sie zumindest dem Kader wieder angehören. Für Ignazio Scozzari (Schambeinentzündung) und Marius Schäfer (Sprunggelenksverletzung) kommt die Partie dagegen noch zu früh.