nach oben

CfR Pforzheim

Gegen den FSV Bissingen (links Dug Thanh Ngo) hat sich der 1. CfR Pforzheim (rechts Denis Gudzevic) auch vergangene Saison schwer getan. Diese Saison wird es wohl nicht einfacher. Foto: PZ-Archiv/Becker
Gegen den FSV Bissingen (links Dug Thanh Ngo) hat sich der 1. CfR Pforzheim (rechts Denis Gudzevic) auch vergangene Saison schwer getan. Diese Saison wird es wohl nicht einfacher. Foto: PZ-Archiv/Becker
08.08.2018

Oberliga-Auftakt: 1. CfR Pforzheim startet beim offensivstarken FSV Bissingen

Pforzheim. An Herausforderungen fehlt es dem 1. CfR Pforzheim in den kommenden Tagen und Wochen wahrlich nicht. Irgendwie scheint es derzeit rund um den Holzhof kein anderes Thema als das Spiel im DFB-Pokal gegen Bundesligist Bayer Leverkusen (Samstag, 18. August, 15.30 Uhr) zu geben.

Dabei ist der CfR bereits am Freitag voll gefordert, wenn um 19.00 Uhr beim FSV Bissingen das Eröffnungsspiel für die neue Oberliga-Saison auf dem Programm steht.

Ausgerechnet Bissingen. Es hätte für die Pforzheimer zum Saisonauftakt wahrlich einfachere Gegner gegeben. Denn die Gastgaber des erstens Spiels schätzt Gökhan Gökce als die Nummer 2 in der neuen Oberliga-Saison, direkt hinter Topfavorit Stuttgarter Kickers, ein. „Die sind brutal spielstark und ballsicher, dazu heimstark und torgefährlich“, sagt Pforzheims Trainer.

Tatsächlich hat Bissingen in der vergangenen Saison vorne mitgemischt, nur zweimal daheim verloren, die zweitmeisten Tore in der Liga erzielt, verfügte mit Riccardo Gorgoglione, Marius Kunde und Alexander Götz gleich über drei Spieler, die zweistellig trafen. Und noch einen Vorteil hat Bissingen: „Die spielen schon lange zusammen.“ Das unterstreichen die FSV-Wechsel dieses Sommers: nur zwei Zu- und drei Abgänge.

Das sieht in Pforzheim etwas anders aus. Nach dem großen Umbruch des Sommers 2017 wollte man beim CfR eigentlich das Team konsolidieren. Doch es gab wieder einige Wechsel. Gewollt war, dass man für die Offensive eine ganze Reihe von Verstärkungen an Land gezogen hat. Ungewollt war, dass man in der Abwehr zwei Leistungsträger verloren hat. Die Abgänge von Ruben Reisig und Benjamin Sturm, die das Herzstück der Viererkette bildeten, schmerzt.

Die Unbekannte

Vor allem Rückkehrer Bogdan Cristescu (ASV Durlach) soll helfen, die Lücke zu schließen. Wer neben ihm spielt, war zuletzt noch offen. Neuzugang Fatih Özge (VfL Pfullingen) ist ebenso eine Option wie der Einsatz eines Mittelfeldspielers in der Abwehrreihe. Julian Grupp, Denis Gudzevic und Joao Tardelli haben in der Vergangenheit ja auch schon in der Viererkette ausgeholfen. „Die Innenverteidigung ist eine Unbekannte. Da müssen wir abwarten, wie es funktioniert“, sagt Sportvorstand Torsten Heinemann. Gegen torgefährliche Bissinger wartet jedenfalls gleich eine echte Bewährungsprobe.

Offensiv sieht es beim CfR ganz gut aus. Die Neuzugänge Stanley Ratifo und Daisuke Ando sind Alternativen fürs Zentrum, mit Tim Oman und Jonathan Zinram soll das Spiel auf den Flügeln belebt werden. „Wir sind vorne variabler und stärker“, ist Gökhan Gökce überzeugt. „Vergangene Saison hatten wir immer wieder Probleme, weil angeschlagene oder erschöpfte Spieler ran mussten. Jetzt müssen alle Spieler im Training Gas geben, wenn sie in die Mannschaft wollen. Und im Spiel können wir handeln“, weiß der CfR-Coach die große Auswahl zu schätzen.

Noch einen Unterschied zum Vorjahr gibt es. Im Sommer 2017 zählten viele Konkurrenten den CfR angesichts vielversprechender Neuzugänge zum Kreis der Titelkandidaten. Doch die Saison, die folgte, nennt Torsten Heinemann „ein Desaster“. Fast bis zum Schluss ging es um den Klassenerhalt. Deshalb ist der CfR bei den anderen Teams nun vom Radar verschwunden. „Wir fahren im Windschatten, und schauen, wie weit wir kommen“, sagt Torsten Heinemann.

Man darf gespannt sein, welches Personal Gökhan Gökce am Freitag zum Saisonstart in Bissingen aufbietet. Wie die Aufgabe anzugehen ist, weiß der CfR-Trainer. „Wenn man die Bissinger schlagen will, muss man ihnen ihre Stärken nehmen. Man muss ihnen den Ball nehmen. Und dann darf man keinen Fehler machen, um sich nicht auskontern zu lassen.“