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Deprimierende Niederlage: Die vom Abstieg bedrohten Freiberger um Ulas Saglam (links) bescherten dem FC Nöttingen mit Felix Zachmann eine 1:3-Pleite.  Eibner
Deprimierende Niederlage: Die vom Abstieg bedrohten Freiberger um Ulas Saglam (links) bescherten dem FC Nöttingen mit Felix Zachmann eine 1:3-Pleite. Eibner
21.02.2016

Oberliga-Tabellenführer FC Nöttingen in Freiberg chancenlos

So steigt der FC Nöttingen nicht auf: Aufgrund der bisher schwächsten Saisonleistung hat sich der Oberliga-Spitzenreiter beim SGV Freiberg eine 1:3-Niederlage eingehandelt. Nach einem 0:2 zur Pause zeigte der FCN auch in der zweiten Hälfte zu wenig.

Am regnerischen Samstagnachmittag fanden die Nöttinger weder zum rutschigen Kunstrasenplatz die richtige Einstellung, noch zum Gegner. Das 6:1 aus dem Hinspiel ist allerdings nicht der Maßstab, da die Freiberger, die im Abstiegskampf stecken, eigentlich deutlich höhere Ansprüche und ihr Team außerdem auch kräftig umgebaut haben. Bei beiden Clubs wies die Aufstellung gegenüber dem ersten Aufeinandertreffen vor gut einem halben Jahr deutliche Unterschiede auf. Bei Nöttingen vermisste Trainer Michael Wittwer Reinhard Schenker und Niklas Hecht-Zirpel, die beide Spezialisten für Standardsituationen sind, besonders stark. Daneben musste er unter anderem Mario Bilger ersetzen, bei dem aber die Hoffnung besteht, dass er krankheitsbedingt nur dieses eine Mal zuschauen musste.

Im Tor erhält Dups den Vorzug

Für den Außenstehenden mehr oder weniger überraschend war, dass Andreas Dups und nicht Robin Kraski zwischen den Pfosten stand. „Wir haben zwei gleichwertige Torhüter“, kommentierte Wittwer diesen Umstand. „Dups kam ja auch schon während der Vorrunde zum Einsatz und hat nun während der Vorbereitung einen sicheren Eindruck gemacht.“ Im Unterschied dazu, habe Kraski nicht immer stabil gewirkt, führte Wittwer aus. Deshalb habe er sich in Absprache mit Co-Trainer Rainer Krieg entschieden, in Freiberg Dups einzusetzen. „Das heißt nicht, dass er nun Stammtorhüter ist“, schränkte Wittwer ein.

Dups habe gehalten, was zu halten war, sagte der Nöttinger Trainer nach der Pleite in Freiberg. Beim Freistoß, der zum 0:1 führte, habe der Torhüter zwar nicht glücklich ausgesehen, weil er wegrutschte, der Treffer sei aber nicht dem Torhüter anzulasten. Klar ist eines: Standardsituationen entschieden das Spiel. Die Freiberger schlugen aus zwei Freistößen und einer Ecke Kapital, ebenso fiel das 1:3 nach einem Freistoß. Als Timo Brenner den Ball in der 78. Minute ins Freiberger Netz setzte, hatte der FCN schon keine Hoffnung mehr.

Nach dem 0:2-Pausenstand aufgrund der Tore von Niklas Pollex (15./31.) hatte Wittwer die Gäste-Elf in der Pause wachzurütteln versucht – allerdings vergebens. So fiel statt des Anschlusstreffers das 0:3, denn nach einer Stunde traf auch noch Marius Kunde für die Freiberger. Bis dahin war auf Nöttinger Seite kaum mehr als ein 20-Meter-Schuss des Ex-Freibergers Michael Schürg zu verzeichnen gewesen, der den Ball deutlich neben das Tor setzte.

Am Ende war FCN-Trainer Wittwer so bedient, dass ihn nicht Nachricht, dass der SSV Ulm als hartnäckigster Verfolger beim SV Sandhausen II nur zu einem 2:2 gekommen war, erstmal gar nicht interessierte. Fürs Heimspiel gegen den SC Pfullendorf am Samstag sieht Wittwer dennoch nicht schwarz. Er geht davon aus, dass sich seine Schützlinge nicht zweimal hintereinander so miserabel präsentieren.

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