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Befreiender Torjubel:  Reinhard Schenker (vorne) und seine Kameraden feiern den Erfolg gegen Kirchheim.
Befreiender Torjubel: Reinhard Schenker (vorne) und seine Kameraden feiern den Erfolg gegen Kirchheim. © Gössele
Strahlender Torschütze:  Leutrim Neziraj stellte mit den 1:0 die Weichen auf Sieg.
Strahlender Torschütze: Leutrim Neziraj stellte mit den 1:0 die Weichen auf Sieg.
22.04.2011

Oberliga-Tabellenführer Nöttingen gewinnt gegen Kirchheim

NÖTTINGEN. Die Pleite im Spitzenspiel gegen Waldhof Mannheim scheint den FC Nöttingen kaum beeindruckt zu haben. Mit dem 2:0 gegen Kirchheim meldete sich der Oberliga-Tabellenführer im Titelkampf zurück.

Dass dies genau die richtige und auch erhoffte Reaktion gewesen ist, war Michael Wittwer an der Nasenspitze anzusehen. „Es war enorm wichtig, besonders für den Kopf, dass wir sofort wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben“, hielt der Nöttinger Trainer am Donnerstagabend nach dem souverän herausgespielten Heimsieg gegen den VfL Kirchheim fest. Ein Signal zur rechten Zeit war sicherlich auch die Vertragsverlängerung des 44-Jährigen um zwei Jahre, die nach der Partie bekanntgegeben wurde.

Im Duell mit dem Tabellensiebten aus Kirchheim, der immerhin seine letzten fünf Spiele gewonnen hat, trumpften die Gastgeber von Beginn an auf. Nach knapp einer Viertelstunde hatte Leutrim Neziraj die Führung auf dem Fuß. Der FCN-Stürmer setzte den Ball aus zehn Metern aber neben den Pfosten. Und dabei hätte er sich die Ecke eigentlich aussuchen können.

Es folgten weitere Nöttinger Großchancen im Minutentakt. Zuerst zielte Metin Telle per Direktabnahme neben das Kirchheimer Tor. Danach legte der agile Dejan Svjetlanovic für Spielmacher Riccardo Di Piazza auf, der nach auskurierter Handverletzung wieder zur Startelf gehörte. Aber dessen Distanzschuss lenkte Kirchheim-Keeper Benjamin Huber mit einer Glanztat über die Latte. Auch bis zum Pausenpfiff konnte sich Huber über Beschäftigung nicht beklagen. Reinhard Schenker, Telle und Di Piazza mit einem weiteren Gewaltschuss konnten den Schlussmann aber nicht überwinden.

„Die schlechte Chancenverwertung war das einzige Manko in der ersten Hälfte“, gestand Wittwer, dessen Team kurz nach Wiederanpfiff aber um ein Haar in Rückstand geraten wäre. Der durchgebrochene VfL-Mittelstürmer André Kriks brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht über die Linie.

Mitten in die Drangphase des Gegners schlugen die Nöttinger dann eiskalt zu. Auf Vorarbeit von Timo Brenner drückte Leutrim Neziraj den Ball aus sieben Metern zum hochverdienten 1:0 über die Linie. Auch beim 2:0 durch einen Kopfball von Metin Telle (67.) hatte Brenner mustergültig vorgelegt. „Gerade Timo muss ich ein Sonderlob aussprechen“, betonte Wittwer. „Was der gearbeitet hat, war enorm.“

Auch der 21-Jährige freute sich über seine Leistung. „Die Erleichterung war der Mannschaft anzumerken“, meinte Brenner. „ Wir haben vor allem mannschaftlich überzeugt und gezeigt, dass wir im Titelkampf nicht die Nerven verlieren.“ Das unterstrich der FC Nöttingen auch in der Schlussphase der Begegnung, obwohl die Kirchheimer noch zu ein, zwei guten Tormöglichkeiten kamen. Die beste vergab Michael Kümmerle, als er aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Aber auch der FCN hätte das Ergebnis noch weiter nach oben schrauben können.

Am Montag nächstes Spiel

Viel Zeit, sich auszuruhen, bleibt den Nöttingern freilich nicht. Schon am Ostermontag steht das nächste Heimspiel gegen den VfB Neckarrems (15 Uhr) auf dem Programm. Dabei ist durchaus Vorsicht geboten, denn der Abstiegskandidat glänzte zuletzt mit einem 2:0-Sieg in Freiberg. „In unserer Situation kann es sowieso kein Entspannen geben“, fordert Michael Wittwer volle Konzentration von seiner Truppe und insbesondere ein früheres Führungstor als gegen Kirchheim. „Dann könnte ich auch den Ostermontag in aller Ruhe genießen“, so der Nöttinger Coach.