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Adis Herceg (rechts) vom Trainerduo des TSV Grunbach.
Adis Herceg (rechts) vom Trainerduo des TSV Grunbach. © PZ-Archiv/Gössele
17.04.2014

Oberliga-Titelrennen: TSV Grunbach hat wieder Nase vorn vor FC Nöttingen

Das Titelrennen in der Fußball-Oberliga bleibt spannend. Der Donnerstagabend brachte wieder einen Wechsel an der Tabellenspitze. Der FC Nöttingen durfte sich nach der 0:2-Niederlage beim FSV Hollenbach nur kurz an den ersten Platz gewöhnen, während der TSV Grunbach nach dem 2:1-Heimsieg gegen den Kehler FV scheinbar wieder in die alte Erfolgsspur zurückgefunden hat.

„Wir haben noch sieben Spiele, müssen also sechs Mal gewinnen und können einmal ein Unentschieden spielen, dann sind wir durch“, hatte Nöttingens Trainer Michael Wittwer vor dem Spiel gegenüber der PZ erklärt. Jetzt sieht die Rechnung anders aus. Dabei hatte man doch gehofft, nach dem 5:0-Sieg in der Hinrunde auch in Hollenbach Punkte holen zu können. Doch die FSV-Kicker wollten sich in ihrer schwierigen Situation im Abstiegskampf nicht noch einmal vom FCN vorführen lassen. Bis zur Halbzeit lagen die Nöttinger in einem fairen Spiel – es gab nur dreimal Gelb – weiter auf Platz-eins-Kurs. 0:0 stand es zur Halbzeit.

Doch scheinbar frischer und wacher kamen die Hollenbacher aus der Kabine. In der 50. Minute erzielte Maximilian Egner das 1:0 für die Heimelf. Alle Hoffnungen auf ein Unentschieden beendete dann FSV-Kapitän Martin Schmidt in der 80. Minute mit dem Treffer zum 2:0-Endstand. Damit rückten die Hollenbacher auf den elften Platz und etwas weiter weg vom Tal der Angst in der Oberliga-Tabelle.

Zugleich bedeutete das ein Rückschlag für die Titelambitionen der Nöttinger, die nun wieder auf dem zweiten Platz liegen. Zwar nur mit einem Punkt weniger als Grunbach, aber die haben auch ein Spiel weniger als die Nöttinger und sind somit klar im Vorteil.

Doch diesen Vorteil hätte sich der TSV nach der Winterpause fast verspielt. In den letzten fünf Partien gab es nur zwei Punkte – so sehen nicht unbedingt potenzielle Sieger aus. Umso erleichterter dürfte alle TSV-Beteiligten sein, dass es daheim gegen den Kehler FV am Ende zu einem 2:1-Sieg gereicht hat. Endlich wieder ein Dreier – die Grunbacher können doch noch siegen, auch wenn es knapp war.

Die Kehler wollten sich nicht kampflos dem Favoriten ergeben. Sechs Gelbe Karten holten sich die FV-Kicker, während sich die TSV-ler vornehm zurückhielten und mit zwei Gelben auskamen. Während TSV-Coach Adis Herceg wegen des erklärten Nicht-Aufstiegs (die Hürden für die Teilnahme an der Regionalliga sind für den Grunbaher Verein zu hoch) auf ein mögliches Motvationsproblem seiner Elf zu reagieren hatte, war beim FV die Marschroute klar. Die Kehler mussten alles tun, um eine weitere Niederlage zu verhindern, denn aktuell stehen sie mit 30 Punkten auf Rang 13 – und da ist zu wenig, um nicht plötzlich rasant abrutschen zu können.

Weil Manuel Hasel einen guten Tag erwischt hatte, kann man beim TSV nun wieder lächeln, während in Kehl das Zähneklappern weitergeht. In der 22. und 52. Minute erzielte Hasel zwei Tore zum 2:0. Dass dieses Spiel am Ende dann doch noch einmal so richtig spannend wurde, lag an Marcel Halfmann, dem in der 79. Minute der Anschlusstreffer zum 2:1 gelang.

Die Grunbacher konnten schließlich den Sieg über die Zeit retten und damit wieder die Tabellenführung zurückerobern.