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Jubel der besonderen Art:   Mit Liegestützen feierten die Spieler des FC Nöttingen am vergangenen Freitag den 1:0-Führungstreffer gegen den Bahlinger SC.
Jubel der besonderen Art: Mit Liegestützen feierten die Spieler des FC Nöttingen am vergangenen Freitag den 1:0-Führungstreffer gegen den Bahlinger SC. © Marco Müller
14.04.2011

Oberliga-Topspiel voller Brisanz beim FC Nöttingen

NÖTTINGEN. Es steht viel auf dem Spiel, wenn Oberliga-Spitzenreiter FC Nöttingen am Freitag Abend um 19.00 Uhr im Carl-Benz-Stadion beim Tabellenzweiten SV Waldhof Mannheim antritt. Der Gastgeber erwartet 4000 Zuschauer. PZ-news wird die wichtigsten Szenen des Topspiels heute live auf PZ-news tickern. Alle Tore, alle Höhepunkte des Spiels gibt es am Samstagabend in Videos auf www.pz-news.de/sportvideos zu sehen.

Der SV Waldhof hat eindeutig mehr zu verlieren. Bei einer Niederlage würde sich der Vorsprung der Nöttinger auf neun Punkte vergrößern, wobei die Mannheimer ein Spiel weniger auf dem Konto haben. Doch der Rückenwind, den der Dorfverein aus einem Erfolgserlebnis mitnähme, würde ihn wohl bis zum Titel und zum Aufstieg in die Regionalliga treiben. Doch aufgepasst: Die Mannheimer sind gut drauf. Nach sechs Siegen in Folge treten sie mit breiter Brust an, auch wenn Trainer Rainer Hollich Respekt vor dem Spitzenreiter zeigt: „Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein.“

Das verlangt auch sein Trainerkollege Michael Wittwer auf Nöttinger Seite. „Auf so ein Spiel muss sich ein Spieler schon morgens beim Aufstehen freuen.“ Bei Wittwer selbst, der schon viele bedeutende Fußballschlachten als Aktiver erlebt hat, steigt die Anspannung „wohl erst eine Stunde vor dem Spiel.“ Das ist gut so, denn einer muss ja die Ruhe bewahren vor dem Schlager.

Erst unmittelbar vor der Partie wird Michael Wittwer, der ein aggressiv geführtes Spiel erwartet, wohl wissen, wer definitiv einsatzbereit ist. Angeschlagen sind Riccardo Di Piazza, Viktor Kärcher und Reinhard Schenker. Gut möglich also, dass der Ex-Waldhofer Thomas Ollhoff von Beginn an aufläuft. Ob der 35-Jährige im offensiven oder defensiven Mittelfeld eingeplant ist, ließ Wittwer gestern auch noch offen. Das hängt auch davon ab, ob der FCN in Mannheim mit einer oder zwei Spitzen angreift. Der FCN-Trainer wusste es gestern noch nicht, oder er wollte es vorab nicht verraten.

Nöttingens Vereinsboss Dirk Steidl freut sich auf das Spiel auch deshalb, weil heute drei Busse mit lilaweiß gekleideten Fans gen Mannheim fahren. „Ich denke, dass zwischen 300 und 400 FCN-Fans dabei sein werden“, sagte Steidl gestern. Der Vorstandsvorsitzende hofft ebenso wie sein Trainer, dass der FCN Revanche für die äußerst unglückliche 0:2-Heimniederlage im Hinspiel nehmen kann.

Der SV Waldhof hat wie der FC Nöttingen eine kompakte Mannschaft ohne herausragende Einzelkönner. Kopf der Mannschaft ist mit Jurij Krause ein Innenverteidiger, ebenso wie in Nöttingen, wo Dubravko Kolinger das Spiel von hinten heraus dirigiert. Die Qual der Wahl hat Trainer Reiner Hollich derzeit im Angriff, wo mit Vllaznim Dautaj (8 Saisontore), Dimitri Suworow (5), Hans Kyei (12) und Daniel Reule (1) vier starke Leute zur Auswahl stehen. Der Ex-Nöttinger Reule, erst in der Winterpause zum SV Waldhof zurückgekehrt, war zuletzt Ersatz.