nach oben
Im Dauereinsatz  war beim FC Nöttingen zuletzt Dejan Svjetlanovic (links), der in Freiberg zudem noch mit den Folgen eines Magen-Darm-Infektes kämpfte. Im Pokal-Halbfinale heute bei der Spvgg Durlach-Aue könnte er nun eine Pause verordnet bekommen.
Im Dauereinsatz war beim FC Nöttingen zuletzt Dejan Svjetlanovic (links), der in Freiberg zudem noch mit den Folgen eines Magen-Darm-Infektes kämpfte. Im Pokal-Halbfinale heute bei der Spvgg Durlach-Aue könnte er nun eine Pause verordnet bekommen. © Eibner
02.05.2011

Oberligist FC Nöttingen im badischen Pokal-Halbfinale

NÖTTINGEN. Nur noch ein Spiel trennt den FC Nöttingen vom erneuten Erreichen des badischen Pokalfinales. Heute muss der Tabellenführer der Fußball-Oberliga im Halbfinale beim Landesligisten Spvgg Durlach-Aue antreten.

Der Finalgegner steht schon fest: Drittligist SV Sandhausen hat sich bereits in der vergangenen Woche mit einem 3:1-Sieg beim VfR Mannheim die Voraussetzungen geschaffen, um den Titel zu verteidigen. Und wenn es heute (Anstoß: 18.15 Uhr) im Stadion von Durlach-Aue keine Überraschung gibt, kommt es zur Neuauflage des Vorjahresfinales. Damals unterlag der FC Nöttingen daheim nach Elfmeterschießen Sandhausen. Nominell hatte sich beim Pokalverteidiger zwar nur die zweite Mannschaft (Landesliga) qualifiziert, angetreten war der SVS aber im Finale 2010 ausschließlich mit Spielern aus seinem Drittliga-Kader.

Heute Favorit, im Finale dann Außenseiter? Das sind Gedanken, mit denen sich FCN-Trainer Michael Wittwer nicht beschäftigen will. „Ich schaue immer nur aufs nächste Spiel“, sagt er. Beim Blick nach vorne stellt er aber klar, dass der Pokalsieg das große Ziel ist: „Wir wollen im Pokal besser abschneiden als in der vergangenen Saison – da waren wir Zweiter.“

Gut möglich, dass der Nöttinger Trainer heute den einen oder anderen Spieler schont, auch, um auf den Kräfteverschleiß im Oberliga-Titelrennen zu reagieren. So könnten Dejan Svjetlanovic und Timo Brenner, die vor dem jüngsten Auswärtsspiel in Freiberg gesundheitlich leicht angeschlagen waren, eine Pause bekommen. Auch Leo Neziraj, der in Freiberg Schütze des 1:0 war, später aber mit Problemen an der Wade vom Platz musste, könnte ein Kandidat für eine Auszeit sein. Schließlich wartet in der Oberliga am kommenden Freitag schon das nächste Spiel daheim gegen Hollenbach.

Dass die Mannschaft aber auch nach einigen Umstellungen funktioniert, hat sie im Pokal-Viertelfinale beim 3:0 in Heidelsheim gezeigt. Diese Partie, in der der Favorit nie in Verlegenheit kam, wird der Trainer seinen Spielern vor dem Halbfinale heute noch einmal vor Augen führen. Für Wittwer war die Heidelsheim-Partie das „beste Beispiel“, wie man als Favorit im Pokal auftreten muss.

Das Finale winkt, die Chancen stehen gut – wenn die Nöttinger heute nicht leichtfertig oder überheblich ins Spiel gehen. „Wir haben die Möglichkeit, ins Finale einzuziehen. Da darf man den Gegner nicht unterschätzen“, will Michael Wittwer deshalb seinen Spielern mit auf den Weg geben.