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SG Pforzheim/Eutingen

Auch acht Tore von Nicolai Gerstner konnten Pforzheims Niederlage in Lauterstein nicht verhindern. Foto: Hennrich/PZ-Archiv
Auch acht Tore von Nicolai Gerstner konnten Pforzheims Niederlage in Lauterstein nicht verhindern. Foto: Hennrich/PZ-Archiv
18.03.2018

Oberligist SG Pforzheim/Eutingen kassiert mit dem 28:29 in Lauterstein die zweite Niederlage in Folge

Lauterstein/Pforzheim. An Rückschläge hat man sich bei der SG Pforzheim/Eutingen in der laufenden Saison der Handball-Oberliga gewöhnt. Der Saisonstart war für den Drittliga-Absteiger alles andere als verheißungsvoll, das Punktekonto nach dem zwölften Spieltag und der Heimniederlage gegen den TVS Baden-Baden mit 15:9-Zählern alles andere als üppig ausgestattet. „Aber die Saison ist noch lang. Alles ist noch möglich“, hatte Spielmacher Julian Broschwitz damals gesagt. Ja, in dieser Liga ist tatsächlich vieles möglich. Mit 18:2 Punkten aus zehn ungeschlagenen Begegnungen hatten sich die Pforzheimer zwischenzeitlich sogar an die Spitze der Liga gekämpft. Es folgten aber zwei Niederlagen: erst daheim mit 27:29 im Spitzenspiel gegen Herrenberg, danach am Samstag mit 28:29 bei der abstiegsbedrohten SG Lauterstein.

Das wurmt auch den Trainer. „Wir haben es zweimal verpasst, die Verfolger zu distanzieren“, sagt Alexander Lipps. Aber sein Team rangiert weiterhin auf Platz zwei, der zum Aufstieg berechtigt: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand“, sagt der SG-Coach.

Der Blick auf das Resultat zeigt, dass das Pforzheimer Problem erneut in der Abwehr lag. Zum zweiten Mal in Folge kassierte die beste Defensive der Liga 29 Gegentore – zuvor waren es im Schnitt weniger als 24 Gegentreffer pro Spiel. „Wir sind defensiv schlecht ins Spiel reingekommen, haben erst ab der 45 Spielminute Zugriff gehabt“, berichtet Alexander Lipps.

Das spiegelt sich auch im Spielverlauf wider. Nach sechs Minuten lagen die Pforzheimer mit drei Toren hinten (2:5) und rannten diesem Rückstand fast über die gesamte Spielzeit hinterher. Als Broschwitz mit seinem achten Treffer in der 57. Minute zum 27:27 ausglich, schien sogar noch ein Pforzheimer Happy-End möglich. Doch zweieinhalb Minuten später führte Lauterstein wieder 29:27 – das Spiel war entschieden. Daran änderte auch Broschwitz’ neunter Treffer nichts mehr.

Offensiv überzeugte der Pforzheimer Rückraum mit mehr als 20 Treffern aus dem Feld, acht davon erzielte Nicolai Gerstner. Die Kreisläufer holten die Mehrzahl der fünf Siebenmeter heraus. Nur über die Außen ging an diesem Tag nicht viel. Da stellten die Gastgeber die Räume geschickt zu.

SG Pforzheim/Eutingen: Matijevic, Petruzzi – Wohlfarth, Hohnerlein 1, Mönch 2, Hufnagel 2, Broschwitz 9/4, Strehlau, Schlögl 4, Seganfreddo 1, N. Kusch 1, Catak, N. Gerstner 8