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Tim Kusch.  Foto: Hennrich, PZ-Archiv 

Offene Rechnung: Die SG Pforzheim/Eutingen erwartet Köndringen/Teningen

Pforzheim. Schon am ersten Spieltag der neuen Saison wurde bestätigt, dass es in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg eine ganz heiße Saison geben wird – sowohl was die Meisterschaft als auch den Kampf um den Klassenerhalt betrifft. Kaum, dass die erste Klippe mit einem hauchdünnen 27:26-Sieg beim Aufsteiger Schutterwald schadlos umschifft wurde, wartet auf die SG Pforzheim/Eutingen am Samstag um 18 Uhr mit der SG Köndringen/Teningen der nächste Brocken.

Vielleicht kreuzt mit den Südbadenern sogar der Top-Favorit in der Bertha-Benz-Halle auf. Der Gegner aus dem Breisgau hat mit den Eutingern zudem noch eine Rechnung offen. Nach „zig“-Jahren in der Regional- und 3. Bundesliga ging es nach der Saison 2017/2018 für Köndringen/Teningen von Liga drei runter in die Oberliga. In der zurückliegenden Runde war es dann unter anderem die SG Pforzheim/Eutingen, die den Breisgauern zwei Niederlagen beibrachte und ihnen damit den sofortigen Wiederaufstieg verbauten. Im zweiten Anlauf will das Team von Trainer Ole Andersen unbedingt wieder auf Bundesebene zurück.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat man mit Mykola Melnyk einen wurfstarken Ukrainer verpflichtet. Dass Melnyk kein Leichtgewicht ist, hat er gleich zum Saisonauftakt mit zehn Treffern beim 34:32-Sieg gegen die HSG Konstanz II bewiesen, bei dem er zusammen mit Philipp Valda die Männer vom Bodensee fast im Alleingang bezwang. Gegen die beiden Kanoniere muss sich Trainer Alexander Lipps am Samstagabend vor allem in der Abwehr etwas einfallen lassen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass mit Ingo Catak der Abwehrchef und -spezialist nach fast einjähriger Verletzungspause wieder mitmischt.

Beim Auftaktspiel in Schutterwald war Lipps mit seinem Team zufrieden. Nach einer etwas verhaltenen ersten Viertelstunde hatte seine Mannschaft dank des starken Rückraums mit Manuel Mönch, den Neuzugängen Jan Wörner, Jonathan Buck und Paul Lupus die Begegnung im Griff. Das Manko war allein, die Begegnung nicht rechtzeitig zu entscheiden. Wenn man, so Lipps, „bei einer zweimaligen Vier-Tore-Führung den Sack zugemacht hätte, hätten wir uns das Zittern bis zur Schlussminute ersparen können“.

Die Eutinger weisen noch einmal auf die geänderte Anwurfzeit um 18.00 Uhr hin, die auch für die künftigen Heimspiele gilt. Grund ist, dass die Nachwuchsspieler, die für einen Einsatz in der ersten Mannschaft bereit stehen, im Falle eines Nichteinsatzes anschließenden in Partien der Perspektivmannschaft auflaufen können.

Spielfrei ist derweil der Oberliga-Konkurrent HC Neuenbürg. Da in der Neuenbürger Stadthalle das Dach noch repariert wird, wurde das Heimspiel gegen den TSV Weinsberg auf den 3. Oktober verlegt.