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Karlsruher SC

Abwehrchef und Antreiber: Daniel Gordon vom Karlsruher SC. Foto: Ripberger
Abwehrchef und Antreiber: Daniel Gordon vom Karlsruher SC. Foto: Ripberger
08.02.2018

PZ-Interview mit Daniel Gordon vom KSC vorm Heimspiel gegen Fortuna Köln

Karlsruhe. Daniel Gordon ist einer, der im Team des Karlsruher SC das Sagen hat. Der Routinier ist derjenige, der Anweisungen im Abwehrzentrum gibt und Verantwortung übernimmt. Das wird auch am Samstag (Anpfiff 14.00 Uhr) wieder so sein, wenn der Tabellensechste der 3. Liga den Tabellenfünften Fortuna Köln im Wildparkstadion empfängt. Mit dem Ex-Nationalspieler Jamaikas sprach PZ-Mitarbeiter Peter Putzing.

Pforzheimer Zeitung: Herr Gordon, jetzt kommt ein direkter Konkurrent im Kampf um den Aufstieg ins Wildparkstadion. Da gibt es kein Wenn und Aber: Fortuna Köln muss besiegt werden.

Daniel Gordon: Natürlich, wir wollen unsere Heimserie wahren. Man sieht in der Tabelle, dass es weiter eng zugeht. Wer hätte uns so eine Position, wie wir sie jetzt haben, noch vor ein paar Wochen zugetraut? Alles ist noch drin. Köln steht vor uns, wir wollen Boden gut machen und an der Fortuna vorbeiziehen.

PZ: Sie sagen: Alles ist noch drin. Was heißt das konkret?

Daniel Gordon: Es ist alles drin, um noch ein paar Plätze nach oben zu klettern.

PZ: Im Jahr 2018 hat es der KSC noch nicht geschafft, in einem Spiel komplett zu überzeugen. Immer war eine Halbzeit prima – aber auch eine weniger gut. Haben Sie für dieses Phänomen eine Erklärung?

Daniel Gordon: Schwierig, vielleicht gibt es nicht einen, vielleicht gibt es mehrere Ansätze. Vieles spielt sich im Kopf ab. Am vergangenen Wochenende hatte ich etwas das Gefühl, dass wir nach unserer Führung mehr daran dachten, dass wir in Wehen Wiesbaden noch etwas zu verlieren haben, anstatt einfach weiterzuspielen und weiter auf den Dreier zu gehen. Wir haben es auch zuvor öfters ungewollt spannend gemacht und oft relativ spät das zweite Tor gemacht. Das ist einer der nächsten Schritte, den wir als Mannschaft gehen müssen. Wir müssen es schaffen, ein Spiel sicherer nach Hause zu fahren. Man hat gesehen, dass ein Gegentor, egal wie es zustande kommt, letztlich eben immer mal passieren kann. 

PZ: Kann es sein, dass die Mannschaft, zum Beispiel auch in Wiesbaden, in der ersten Halbzeit zu viel Tempo gegangen ist? Dass man „überpaced“ hat und dem in der zweiten Halbzeit Tribut zollen muss?

Daniel Gordon: Das glaube ich nicht. Wir haben richtig gut gearbeitet. Der Trainer hat uns in der Vorbereitung so fit gemacht, dass wir auch die Möglichkeit haben, in der zweiten Halbzeit Vollgas zu geben.

PZ: Fortuna-Trainer Koschinat hat Riesenrespekt vor dem KSC, spricht von einer sehr, sehr schweren Aufgabe. Ist das gut oder ist Ihnen das egal?

Daniel Gordon: Dieser Respekt ist gut, das haben wir uns erarbeitet. Dass das so ist - ist ein Verdienst unserer Truppe. Wir wollen das Maximum im nächsten Spiel erreichen. Dieses Spiel wollen wir gewinnen. Dann schauen wir weiter. Im Moment sind wir stark, mal schauen wozu es reicht.

PZ: Mit was für einer Fortuna Taktik rechnen Sie: Wird da Beton angerührt?

Daniel Gordon: Schwierig zu beantworten. Aber: Es ist unsere Aufgabe das Spiel zu bestimmen, nicht zu spekulieren oder zu warten, was der Gegner macht. Wir haben zudem noch etwas gut zu machen. So etwas, wie beim 0:4 in der Hinrunde wollen wir nicht noch einmal zulassen.