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FCN-Spielführer Timo Brenner (25)
FCN-Spielführer Timo Brenner (25)
14.03.2016

PZ-Interview mit FC Nöttingen Kapitän Timo Brenner: „Der Kopf ist wieder frei“

PZ-Interview mit Kapitän Timo Brenner zum Aufwärtstrend des FC Nöttingen nach dem 3:1 gegen die Stuttgarter Kickers II

PZ: Herr Brenner, eigentlich sind Sie ja ein sicherer Elfmeterschütze, gegen die Kickers haben Sie in der 45. Minute das Leder allerdings nicht versenken können. Was war los?

Timo Brenner: Ich weiß auch nicht. Eigentlich wollte ich in die Mitte schießen, habe dann aber zu hoch angesetzt. Der Ball ist an die Latte und dann raus.

PZ: Es läuft also noch immer nicht ganz rund beim FC Nöttingen in diesem Jahr?

Timo Brenner: Ach das würde ich nicht sagen. Wir haben gegen die Kickers endlich mal wieder ein gutes Spiel abgeliefert. Von Anfang an war die Spielfreude da. Wir haben einfach mal wieder Fußball gespielt und uns dabei auch nicht vom frühen Gegentor schocken lassen und schon gar nicht von meinem verschossenen Elfmeter beim Stand von 1:1.

PZ: Das Selbstvertrauen ist also zurückgekehrt?

Timo Brenner: Auf alle Fälle. Der Sieg gegen die Kickers war wichtig und vor allem die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind.

PZ: Zu Beginn der Restrunde war das nicht so. Warum?

Timo Brenner: Nach der Winterpause sind die ersten Spiele immer so etwas wie eine Wundertüte. Man weiß nicht genau, wo man steht. Dabei haben wir ein super letztes Testspiel gegen Walldorf (Endstand 2:2, Anm. D. Red.) hingelegt. Zum Start haben wir dann gegen die neuzusammengewürfelten Freiburger aber 1:3 verloren. Und dann geht’s plötzlich los. Du fängst an zu grübeln. Glaubst an einen Ausrutscher. Doch auch gegen Pfullendorf (3:1) und Reutlingen (1:1) konnten wir nicht voll überzeugen. Dein Kopf spielt verrückt – und der Druck wächst.

PZ: Wie sieht’s jetzt nach dem 3:1 bei den Kickers aus?

Timo Brenner: Der Kopf ist wieder frei.

PZ: Was müsst Ihr noch verbessern?

Timo Brenner: Nicht mehr viel. Die Spritzigkeit ist jetzt da, die Aggressivität zurück. Wir müssen nur unsere Torchancen konsequenter nutzen.

PZ: Bei wie viel Prozent ist Ihre Mannschaft?

Timo Brenner: Ich sage mal bei 80. Wir haben also noch Luft nach oben.

PZ: In knapp zwei Wochen müsst ihr aber bei 100 Prozent sein. Dann stehen die Topspiele gegen Ulm, KSC II und Bissingen an. Zwischendurch auch noch das Pokal-Halbfinale gegen Neckarelz.

Timo Brenner: Wenn’s drauf ankommt, werden wir da sein. Allerdings denke ich, dass sich in den Ligaspielen noch nicht viel entscheiden wird. Vielleicht besteht die Chance, sich etwas abzusetzen. Die Meisterschaft wird aber wohl erst an den letzten zwei, drei Spieltagen entschieden.