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Entspannt bei der Kaderplanung: KSC-Sportchef Jens Todt. Deck
Entspannt bei der Kaderplanung: KSC-Sportchef Jens Todt. Deck
22.03.2016

PZ-Interview mit KSC-Sportdirektor Jens Todt: „Es wird eine Auffrischung geben“

Der Karlsruher SC steht sieben Spieltage vor dem Saisonende in der 2. Fußball-Bundesliga auf dem zehnten Tabellenplatz – also jenseits von Gut und Böse. Sportdirektor Jens Todt hat somit genug Zeit, sich intensiv um die Planungen für die kommende Runde zu kümmern.

PZ: Herr Todt, was hat denn Tomas Oral, der kommende KSC Trainer, zur Niederlage im Baden-Derby gesagt?

Jens Todt: Er weiß, dass die Trauben in Freiburg hoch hängen und kann es somit einordnen. Wie viele andere Beobachter hat er unsere Leistung allerdings als gut bewertet.

PZ: Präsident Ingo Wellenreuther erklärte, dass Sie täglich mit Oral in Kontakt stehen würden. Ist das so?

Jens Todt: Wir respektieren Tomas Orals Wunsch, sich mit voller Kraft bis zum Saisonende seiner Aufgabe beim FSV Frankfurt zu widmen. Wir reduzieren unseren Kontakt also auf das Notwendigste – auch aus Respekt vor den Frankfurter Kollegen. Fakt ist aber auch, dass Tomas Oral bei wesentlichen sportlichen Entscheidungen involviert ist.

PZ: Welche personellen Wünsche hat denn Oral?

Jens Todt: Wir werden auch in diesem Sommer ein funktionierendes und gewachsenes Mannschaftsgerüst präsentieren – aber natürlich wird es darüber hinaus eine angemessene Blutauffrischung geben. Was Details betrifft, so bitte ich noch um ein wenig Geduld.

PZ: Es war zu lesen, dass der KSC weder Sascha Traut, noch Dominic Peitz und Dimitrij Nazarov ein Vertragsangebot unterbreiten wird. Ist das korrekt?

Jens Todt: Wir kommentieren keine öffentlichen Spekulationen über einzelne Spieler. Einige Dinge sind naturgemäß noch offen. Aber grundsätzlich gilt: Wir reden immer erst mit unseren Spielern – und erst anschließend mit der Presse.

PZ: Mit Martin Stoll, Daniel Gordon und Dennis Kempe gibt es noch keine Einigung. Woran hakt’s denn?

Jens Todt: Es gibt einige Gespräche, zum Teil sind sie auch bereits sehr fortgeschritten. Wir haben unseren Fokus in den letzten Wochen auf die Trainerverpflichtung gelegt. Das ist in unserer Lage und zu diesem Zeitpunkt legitim und normal.

PZ: Ist es richtig, dass es bei Dennis Kempe, der nicht zu den Topverdienern des KSC gehört, an einem Tausender brutto monatlich scheitern könnte?

Jens Todt: Sie wissen, dass wir solche Dinge niemals kommentiert haben und auch niemals kommentieren werden.

PZ: Wird bald etwas zu vermelden sein in Sachen Neuzugänge?

Jens Todt: Davon können Sie fest ausgehen. Aber es ist ja auch nicht so, dass wir derzeit blank dastehen: Stand heute haben wir 20 Lizenzspielerverträge, die auch in der kommenden Saison Gültigkeit haben.

PZ: Angeblich sollen sowohl Manuel Gulde, wie Jonas Meffert und Grischa Prömel Ausstiegsklauseln im Vertrag haben. Stimmt das? Ist damit zu rechnen, dass dieses Trio im Sommer den Wildpark verlässt?

Jens Todt: Es ist nicht ungewöhnlich, dass in einem Kader von 28 Spielern im Einzelfall auch mal Ausstiegsmöglichkeiten zu definierten Konditionen bestehen. Davon kann sich kein Verein hundertprozentig freimachen. Manchmal bekommt man Spieler einer bestimmten Qualität nur, wenn man in der Vertragsgestaltung kompromissbereit ist. Wichtig ist nur, dass der KSC im Fall der Fälle auch profitiert. Selbstverständlich gilt aber auch hier: zu konkreten Vertragsinhalten einzelner Spieler sagen wir öffentlich nichts.