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Hochspannung beim FC Bayern München: Präsident Uli Hoeneß (rechts) und Manager Christian Nerlinger fiebern dem Anpfiff entgegen.
Bayern fiebern Anpfiff entgegen © dpa
19.05.2012

PZ-Sportredakteur Mildenberger spürt totale Euphorie

„Nicht auszudenken, was passiert, wenn Bayern München das Spiel verliert.“ Zwei Stunden vor dem Anpfiff staunt PZ-Sportredakteur Matin Mildenberger in der Allianz-Arena (die aus Marketinggründen heute so nicht heißen darf) über den alles prägenden Optimismus, über die in jedem Winkel sichtbare Zuversicht, dass die Münchner das „Finale dahoam“ gewinnen. „Hier glaubt jeder an einen Bayern-Sieg“, meldet er PZ-news.

Einer „total entspannten Herfahrt ohne Stau“ folgte dann ein etwas nerviger Akkreditierungsmarathon, bei dem sich Mildenberger „an x Schaltern anmelden“ musste. Seit 17.30 Uhr ist der PZ-Sportredakteur an dem Ort, an dem Tausende von Fußballfans gerne gewesen wären, wenn es denn mit einem Ticket geklappt hätte. Bepackt mit einem Berg von Unterlagen für das Spiel hat er sich schon einem Schweinsbraten und einem Weizenbier gewidmet. Schließlich will man ja als Gast dem Brauchtum der Einheimischen Tribut zollen.

Auch für eine Zigarette hat es noch gelangt. Beim Qualmen mit einem italienischen Sportjournalisten wird für Mildenberger ebenfalls die Pro-Bayern-Euphorie sichtbar. Der Italiener tippt nämlich auch auf einen klaren Bayern-Sieg. Weil die deutschen Fußballer Kämpfer und in jedem Finale immer topfit seien.

Ob er mit dieser Prognose richtig liegt, kann der PZ-Kollege leider nicht von der Pressehaupttribüne aus verfolgen. 600 Zeitungsreporter sind heute im Stadion, weit mehr als 2000 Journalisten der unterschiedlichsten Medien sind es insgesamt. Da mussten Extra-Presseplätze eingerichtet werden. Schon jetzt wundert sich Mildenberger über die babylonische Sprachverwirrung im Medienareal.

Das Finale der Champions League darf daher durchaus als beste Werbung für München gelten. Und wenn die Bayern heute Abend gegen den FC Chelsea gewinnen, dürfte es überall in der Welt ein paar FCB-Fans mehr geben. Wenn!

Aber davon, so Mildenberger, seien fast alle, die ihm heute in München begegnet sind, fest überzeugt. Da sei auch an der Sonne abzulesen, die munter gestrahlt habe.

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