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Der klarste Sieg im Einzel gelang in Würzburg dem TCW-Routinier Holger Fischer. Er gab lediglich zwei Spiele ab.   Becker/Pz-Archiv
Der klarste Sieg im Einzel gelang in Würzburg dem TCW-Routinier Holger Fischer. Er gab lediglich zwei Spiele ab. Becker/Pz-Archiv
30.07.2017

Perfektes Wochenende für Tennis-Zweitligist TC Wolfsberg

Nach dem dritten Sieg im vierten Spiel kann der Tennisclub Wolfsberg in der 2. Bundesliga einmal mehr nach oben blicken. Interessant wird nun das nächste von noch drei Heimspielen: Kommenden Freitag, um 13 Uhr, tritt der alte Rivale TC Reutlingen (8:0 Punkte) in Pforzheim an.

Der TCW musste nach dem 5:4 bei der Spvgg Hainsacker am Freitag am Sonntag etwas weniger Zittern. Beim Aufsteiger TC Weiß-Blau Würzburg schafften die Pforzheimer ein 6:3.

Nach den Einzeln war allerdings alles völlig offen, denn da stand es 3:3. Das hatte damit zu tun, dass der TCW in zwei von drei Match-Tie-Breaks das Nachsehen gehabt hatte.

Wie in Hainsacker bei Regensburg gewannen beim TCW sowohl Spitzenspieler Stefano Travaglia als auch die Nummer sechs Holger Fischer ihr Einzel. Fischer legte durch ein 6:1. 6:1 gegen Christian Kloslowski vor. Der Italiener Travaglia schaffte gegen den Spanier Albert Montanes ein 6:2, 6:4. Nach seinem Sieg stand es 3:1.

Zuvor hatte noch Denis Gremelmayr einen Einzelpunkt für den TCW geholt. Nachdem er am Freitag eine Niederlage bezogen hatte, kam er dieses Mal zu einem Zweisatz-Sieg: Der 35-Jährige schlug den Schweden Pablo Figueroa mit 1:6, 6:3, 10:5. „Plötzlich stand wieder der alte Gremelmayr auf dem Platz und die Bälle gingen hin, wo sie hin sollten“, sagte TCW-Manager Thomas Hell. Genau wie Fischer hat Gremelmayr bisher eine Bilanz von 3:1.

Nur eines von bisher vier Einzeln gewannen dagegen Marko Lenz, Pascal Meis und Alexander Flock. In Würzburg musste sich die Pforzheimer Nummer zwei Lenz in zwei Sätzen geschlagen geben, die Partie gegen den Spanier Albert Alcaraz endete 4:6, 4:6. An Position drei unterlag Meis dem Chilenen Jorge Aguilar. Nach einem 5:7 im ersten Satz glich der Spieler aus Südbaden per 6:2 aus. Ein 4:10 im Match-Tie-Break bedeutete dann aber doch den Punktverlust.

Noch einen Tick näher war Flock an einem Sieg dran. Nachdem er in Hainsacker als Sieger vom Platz gegangen war, verschaffte er sich auch in Würzburg einen Vorteil. Gegen Filip Bergevi aus Schweden gewann der Kölner den ersten Satz mit 7:6 (7:4). Der zweite Satz endete dann aber 4:6. Danach fehlten Flock auch im Match-Tie-Break (5:10) ein paar Punkte.

Im Doppel wurden die Karten neu gemischt. Da Andre Begemann nicht zur Verfügung stand, brauchte Travaglia einen anderen Partner. Er spielte in Würzburg zusammen mit Rameez Junaid, der genau wie Begemann als Doppel-Spezialist gilt. Travaglia/Junaid schafften gegen Montanes/Alcaraz ein 6:1, 6:1. Wie noch jedes Mal in dieser Saison schlugen Lenz und Flock zusammen auf. Nach ihrem klaren Erfolg gegen Aguilar/Figueroa (6:3, 6:0) haben die beiden eine Bilanz von 2:2. „Das waren die besten beiden Doppel bisher. Das war eine Demontage der Gegner“, sagte Hell.

Meis, der bisher stets mit Junaid gespielt und zwei von drei Doppeln gewonnen hatte, bekam dieses Mal Gremelmayr zur Seite gestellt. Von Nachteil war das nicht, auch wenn die beiden den ersten Satz noch klar verloren. Am Ende aber stand aus Sicht von Meis/Gremlmayr gegen die Würzburger Bergevi/Johannes Markel ein 2:6, 7:5, 10:4 zu Buche. „Dieses Doppel hat sich aufgerappelt“, sagte Hell, der froh war, dass die Doppel-Strategie dieses Mal aufgegangen war.

Außer dem nächsten TCW-Gegner Reutlingen ist seit gestern nur noch der TC Großhesselohe verlustpunktfrei. Bei diesem Gegner hatten die Pforzheimer vor zwei Wochen mit 2:7 ihre bisher einzige Niederlage bezogen.