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Pforzheims Runningback Theo Michel (Mitte) war bei der Suche nach Lücken in der gegnerischen Abwehr immer wieder erfolgreich.  Foto: Gienger 

Pforzheim Wilddogs: Den Gegner mit Laufspiel zermürbt

Pforzheim. Die Pforzheim Wilddogs bleiben in der Erfolgsspur. Das American Football-Team aus der Goldstadt gewann jetzt auch bei den in der Tabelle besser platzierten KIT Engineers in Karlsruhe. Es war der vierte Sieg in Folge. Mit dem 34:20-Sieg rückten die Pforzheimer am Samstag kurzzeitig in der Tabelle sogar auf Rang zwei vor, liegen nun nach den Erfolgen von Weinheim und Stuttgart am Sonntag auf Rang vier. Aber diese beiden Teams sind für die Wilddogs nun in Reichweite.

Bei Temperaturen von über 30 Grad traf Pforzheim auf dem Kunstrasenplatz im mittelbadischen Duell auf das Team, das zuletzt dem ungeschlagenen Tabellenführer aus Albershausen die erste Niederlage beigebracht hatten.

Gleich ein guter Auftakt

Die Gastgeber hatten den ersten Ballbesitz, doch dem Returner wurde von Pforzheims Christopher Herr der Ball aus den Händen geschlagen. Ballbesitz für die Wilddogs – und das auch noch in der „Redzone“, das heißt kurz vor der Endzone der Karlsruhe. Mit einem beherzten Lauf durch die Mitte brachte Theo Michel dann auch gleich die ersten Punkte zum 6:0 für Pforzheim auf die Anzeigetafel.

Die Wilddogs-Defensive hielt danach stand, Pforzheim hatte wieder den Ball, war direkt vor der eigenen Endzone, aber ein Big Play später fing Devon Sanders einen 55-Yard Pass von Quarterback Chris Treister und die Wilddogs erhöhten samt Zusatzpunkt die Führung auf 13:0.

Die Engineers ließen sich aber nicht beeindrucken. Erst verkürzten sie per Fieldgoal auf 3:13, dann legten sie im zweiten Spielabschnitt einen schnellen Touchdown und ein Fieldgoal nach und schon stand es 13:13 zur Halbzeit.

Die Wilddogs waren in dieser Saison bislang immer erst in Halbzeit zwei so richtig in Fahrt gekommen. Das galt in Karlsruhe zunächst nicht für das dritte Viertel. Die Abwehr blieb zwar standfest und blockte gleich zwei Fieldgoal-Versuche der Engineers, der Angriff tat sich aber schwer.

Das Laufspiel der Wilddogs war schließlich die Antwort, zermürbte den Gegner. Devon Sanders erhöhte erst zum 20:13, Theo Michel legte zum 27:13 nach. Zwar konnten die Engineers nochmal auf 20:27 verkürzen, aber Sander machte am Ende mit einem Run über 40 Yards den Sack zu. Das 34:20 war der vierte Sieg in Folge für die Wilddogs. Maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen haben die 254 Yards allein von Devon Sanders (davon 77 Yard gefangene Pässe), der sein bisher bestes Spiel für die Wilddogs absolvierte. Aber auch die 49 Rushing-Yards von Theo Michel samt zwei Touchdowns waren ein wichtiger Beitrag. Quarterback Chris Treister brachte 16 von 22 Pässen an – die waren für 199 Yards gut.

„Vier Siege in Folge sind ein tolles Gefühl. Der Spirit stimmt und es macht einfach nur Spaß“, freute sich Defense-Coordinator Michael Lang. „Dieses Spiel hatte alles was Football ausmacht: Kampfgeist Zusammenhalt und tolle Spielzüge. Ein rundum gelungener Auftritt“, lobte der Vorsitzende Kai Höpfinger. „Das Ergebnis spricht für sich. Jetzt muss die Leistung nur oben gehalten werde“, so Offense-Coach Tobias Scheurer.

Für die Wilddogs gibt es jetzt erstmal eine Woche Pause, ehe am 21. Juli Schlusslicht Heilbronn Miners zu Gast im Holzhof ist.