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Notfalls mit Gewalt bewegte der Pforzheimer Angriff gegen die Freiburg Sacristans den Ball übers Feld. Foto: J. Keller
Notfalls mit Gewalt bewegte der Pforzheimer Angriff gegen die Freiburg Sacristans den Ball übers Feld. Foto: J. Keller
29.05.2017

Pforzheim Wilddogs schlagen die Freiburg Sacristans

Die Pforzheim Wilddogs bleiben in der 3. Liga auf Erfolgskurs. Mit dem 38:0 (14:0) im Heimspiel gegen die Freiburg Sacristans gab es für das American-Football-Team aus der Goldstadt im vierten Spiel den vierten Sieg. Das bedeutet auch die unangefochtene Tabellenführung. Allerdings wartet am kommenden Sonntag beim Tabellenzweiten Weinheim Longhorns (3:1 Punkte) eine große Herausforderung.

Bei mehr als 30 Grad Hitze konnten sich die knapp 700 Zuschauer unter das schützende Tribünendach auf dem Holzhof zurückziehen. Den Spielern allerdings war kein Schattenplätzchen vergönnt und die Akteure boten eine Halbzeit lang ein völlig zerfahrenes Spiel. Einmal nur brachte ein langer Pass auf Adam Redden die Wilddogs zunächst nahe an die Gästeendzone. Doch der Touchdown wollte nicht gelingen und der Fieldgoal-Versuch wurde geblockt.

Touchdown durch Redden

Aber auch die Gäste-Offensive blieb erfolglos, selbst dann, als Lennard Esdar einen Pass von Pforzheims Quarterback Ryan Stroud (Interception) gefangen hatte. Eine Interception gelang dann auf der Gegenseite auch Adam Redden, und der trug 1:30 Minuten vor der Halbzeit den Ball auch zurück in die Endzone. Endlich die ersten Punkte im Holzhof. Als dann Redden auch noch in der Offensive erfolgreich war und Sekunden vor der Pause einen Pass in der Endzone fing, stand es 14:0. Daran hatte 90 Sekunden zuvor auch niemand geglaubt.

In der zweiten Halbzeit gelang den Gästen nichts mehr, den Wilddogs hingegen fast alles. Gleich zum Einstand nach der Pause trug Dustin Heidt den Kickoff-Return bis acht Meter vor die gegnerische Endzone und Bryant Wade erhöhte auf 21:0. Nach dem nächsten Turnover und Ballgewinn für die Wilddogs verwandelte Nico Bock ein Fieldgoal zum 24:0. Dustin Heidt legte dann mit einem Interceptionreturn-Touchdown zum 31:0 nach.

Für das letzte Spielviertel ließen die Coaches der Wilddogs verstärkt die unerfahrenen Spieler aufs Feld. Ein Touchdown von William Lopez zum 38:0 sorgte für die letzten Punkte der Partie. Zwar schafften es die Gäste noch bis an die 1-Yard-Linie der Wilddogs, doch die Pforzheimer Abwehr hielt dem Druck stand, bis die Spieluhr abgelaufen war.

„Das erste Spielviertel war eine Katastrophe. Wir haben keinen Fuß auf den Boden bekommen, und Bälle fallen lassen. Freiburg hat uns da echt das Leben schwergemacht“, ärgerte sich Abwehr-Coach Bernd Schmitt, freute sich aber auch: „In der zweiten Halbzeit haben wir das in den Griff bekommen.“ Ähnlich sah es Cheftrainer Kevin Murphy „Es war ein gutes Spiel mit einem etwas schwierigen Start. Bei diesen Temperaturen auf dem Rasen zolle ich hier allen Spielern einen riesigen Respekt. Das grenzt an Schwerstarbeit .“