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13.07.2016

Pforzheim Wilddogs unterliegen Weinheim zum Saisonfinale daheim 28:33

Pforzheim. Aus dem erhofften Sieg zum Saisonausklang wurde nichts. Die Pforzheim Wilddogs verloren ihr letztes Spiel in der Regionalliga-Saison 2016 daheim im Holzhofstadion gegen die Weinheim Longhorns mit 28:33. 900 Fans sahen eine packende Football-Partie, die buchstäblich in der letzten Sekunde entschieden wurde.

Vor der Partie wurden die Trainer Dave Dallstream und Kevin Murphy sowie Quarter-/Runningback Curtis Cannon verabschiedet. Die Wilddogs kamen gut ins Spiel und beim zweiten Ballbesitz zum ersten Touchdown, als Jürgen Kolodziej den Ball in der Endzone fing und Kicker Nino Bock den Extrapunkt zum 7:0 verwandelte. Doch Weinheim antwortete mit einem Touchdown – weil der Extrapunkt missglückte stand es 7:6 nach dem ersten Quarter.

Im zweiten Viertel brach sich Pforzheims Verteidiger Tobias Scheuerer einen Finger, ein weiterer Rückschlag für die verletzungsgeplagten Wilddogs, denen gerade in der Defense viele Spieler fehlten. Nach anstrengenden sieben Wochen ohne Spielpause machte sich auch der Kraftverlust bemerkbar. Die Gäste aus Weinheim gingen 13:7 in Führung, doch Pforzheim drehte die Partie zum 14:13-Halbzeitstand.

Mit veränderter Taktik hatten die Longhorns dann Erfolg und gingen 19:14 nach vorne. Aufgrund ihrer Personalprobleme mussten einige Wilddogs-Spieler nun eine Doppelrolle übernehmen. So lief Michael Lang, der eigentlich Abwehrchef ist, auch als Fullback in der Offensive auf und machte seinen ersten Touchdown der Saison (21:19). Weil die Defense nachlegte und Rene Herecki einen abgefangenen Ball in die Endzone brachte, stand es sogar 28:19. Doch Weinheim verkürzte zu Beginn des vierten Viertels auf 27:28. Anschließend sicherten sich die Gäste mit einem Onside-Kick sofort wieder den Ball und gingen mit 33:28 in Führung.

Weinheim musste dann zwei Sekunden vor Spielende den Ball an der eigenen Zwei-Yard-Linie wieder abgeben. Wilddogs-Quarterback Chris Treister entschied sich, selbst über die linke Seite zu laufen, doch die Gäste stoppten den Lauf an der Ein-Yard-Linie. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss, aber wir konnten das Tempo am Ende nicht mehr gehen. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Liga gehalten und ein spannendes Spiel abgeliefert“, lautete das Fazit von Abwehrchef Michael Lang. Stadionsprecher Robert Nietfeld ergänzte: „Wir haben gezeigt, dass Football ein Event ist. Wir haben gezeigt, dass wir das lauteste Stadion sind. Darauf kann man aufbauen.“

In zwei Wochen will man beim Sportfest des TuS Ellmendingen noch ein Freundschaftsspiel bestreiten. „So haben auch die neuen Spieler und die Jugendspieler, die zu den Herren wechseln, die Möglichkeit, sich mit einem Gegner zu messen“, so der Wilddogs-Vorsitzende Kai Höpfinger.