nach oben
Einen Touchdown für die Wilddogs erzielte Runningback Christian Taylor bei der Niederlage in Heilbronn. Foto: Gienger
Einen Touchdown für die Wilddogs erzielte Runningback Christian Taylor bei der Niederlage in Heilbronn. Foto: Gienger
14.05.2018

Pforzheim Wilddogs ziehen in Heilbronn knapp den Kürzeren

Heilbronn/Pforzheim. Die Pforzheim Wilddogs tun sich in dieser Saison weiter schwer, in Fahrt zu kommen. Mit 23:31 ging jetzt auch das Rückspiel bei den Heilbronn Miners knapp verloren.

Zwar konnten die Wilddogs an diesem Tag den Ball gut bewegen, doch am Ende mangelte es an Glück und an Mannschaftstärke. So wartet der amtierende Meister nach vier Begegnungen immer noch auf den ersten Sieg.

Woran es nicht mangelte, war die Unterstützung durch die vielen mitgereisten Fans. Zumindest was die Lautstärke im Frankenstadion angeht, waren gefühlt mehr Pforzheimer auf den Rängen. Den ersten Akzent setzten die Miners, die den Kick-Return der Wilddogs direkt eroberten, doch die Wilddogs-Abwehr stoppte die Gastgeber zuverlässig. Einige Spielzüge später wurde der Ball von David Gauss in der Endzone gefangen: Touchdown für die Wilddogs und die 6:0-Führung für Pforzheim im Frankenstadion.

Heilbronner Konter

Doch Heilbronn konterte und ging mit einem Touchdown samt Zusatzkick mit 7:6 nach vorne. Kicker Marvin Loth sorgte mit einem 30-Yard Field-Goal wieder für eine Pforzheimer Führung (9:7), die Miners antworteten mit einem Touchdown-Pass zum 14:9. Die Wilddogs-Offense unter der Führung von Quarterback Chris Treister gab Gas, um vor der Halbzeit noch einmal zu punkten, aber am Ende reichte die Zeit dafür nicht mehr.

Nach der Halbzeit baute Heilbronn mit einem Fiel-Goal seinen Vorsprung auf 17:9 aus. Jetzt war Pforzheim wieder an der Reihe. Christopher Herr fing den Ball in der Endzone (17:15), der anschließende Versuch einer Two-Point-Conversion schlug aber fehl. Die Miners legten zur 24:15-Führung nach. Mittlerweile war das vierte Spielviertel angebrochen und bei den Wilddogs machten sich langsam die personellen Ausfälle spürbar. „Ganze 18 Spieler fehlten an diesem Spieltag. Zwar sprangen die Back-Ups mit guter Leistung ein, aber ohne Auswechselpartner geht hinten raus einfach die Luft aus“, erklärte Pforzheims technischer Leiter Thomas Zink.

Die Miners erzielten einen weiteren Touchdown und es stand 31:15. Christian Taylor sorgte für den nächsten Touchdown der Wilddogs und David Gauss verwandelte diesmal die Two-Point-Conversion zum 23:31. Der Versuch eines On-Side-Kicks missglückte aber und so konnte Heilbronn die Führung bis zum Spielende halten.

„Es scheint, als seien wir vom Pech verfolgt. Wir bewegen den Ball, doch dann verlieren wir ihn ungeschickt durch Fumbles und können das Momentum nicht konstant bei uns halten. Das nervt und kostet uns wertvolle Punkte“, ärgerte sich der zweite Vorsitzende Markus Boch über die Niederlage.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Wilddogs nicht. Bereits am Pfingstmontag geht es vor heimischem Publikum weiter, Gegner im Holzhofstadion sind dann die Freiburg Sacristans, die ihr Heimspiel gegen Biberach am Wochenende witterungsbedingt abgesagt hatten.