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Kein Gegner mehr da: Aus Protest zogen sich die Schwenninger beim Spiel in der St.-Maur-Halle kurzfristig in die Kabine zurück. Keller
Kein Gegner mehr da: Aus Protest zogen sich die Schwenninger beim Spiel in der St.-Maur-Halle kurzfristig in die Kabine zurück. Keller
12.01.2016

Pforzheimer Bisons gewinnen verdient - Gegner verlässt das Eis aus Protest

Pforzheim. Die Pforzheim Bisons sind vor 130 Zuschauern in der heimischen St.-Maur-Halle mit einem 7:4 (2:2, 5:0, 0:2)-Sieg gegen den FSV Heritage Schwenningen ins neue Jahr gestartet.

Noch im Winterschlaf befanden sich die Pforzheimer allerdings zu Beginn der Partie, in der sie nach Treffern von Benjamin Zivkovic (5. Minute) und Sascha Jordan (8.) mit 0:2 zurücklagen.

Doch danach wachten sie auf. In Unterzahl traf Brar Momme Rickmers zum 1:2 (18.). In der Schlussminute verhinderte Bisons-Goalie Klaus Graefe ein weiteres Gegentor. 32 Sekunden vor der ersten Pause war dann Steffen Bischoff zur Stelle und traf zum 2:2.

Wie ausgewechselt

Im zweiten Durchgang spielte das Eishockey-Landesligateam des 1. CfR Pforzheim wie ausgewechselt. In der 24. Minute traf Falk Dornbach zunächst nur den Pfosten, ehe er acht Sekunden darauf das 3:2 markierte. Das Spiel wurde nun härter. Die Bisons drängten die Gäste immer wieder in die Defensive. Axel Hipp traf zum 4:2 (35.). Nur 16 Sekunden später konnte Marius Lorenz aus dem Gewühl heraus das 5:2 nachlegen. Nur 90 Sekunden später jubelten die Bisons wieder, denn Steffen Bischoff netzte erneut ein: 6:2 (37.). Die Bisons waren weiter torhungrig, denn nur 70 Sekunden später traf Hermann Jeckel zum 7:2. In der Schlussminute des zweiten Drittels erhielt der Trainer des FSV Schwenningen wegen lautstarken Reklamierens eine Spieldauerstrafe und wurde somit auf die Tribüne geschickt.

Im Schlussabschnitt verkürzte Klaus Graefe auf 3:7 (41.). Drei Minuten später war es wieder Sasa Milovanovic, der im Alleingang die Defensive der Bisons ausspielte und zum 4:7 einnetzte. Nun wurde es hektischer, der Spielfluss wurde durch viele Rangeleien und Unterbrechungen gehemmt. Drei Minuten vor dem Ende kam es auf dem Eis wieder zu einer Auseinandersetzung vor der Spielerbank der Bisons, so dass die beiden Schiedsrichter Strafen auf beiden Seiten aussprachen. Doch bevor die Strafen vollzogen wurden, verließen die Spieler des FSV geschlossen das Eis und begaben sich auf den Weg in die Kabine. Nach zwei Minuten kamen einige Spieler wieder zurück, so dass das Spiel fortgesetzt werden konnte. Es sollte allerdings nichts mehr passieren, so dass die Bisons am Ende einen verdienten 7:4-Erfolg feierten.

Die Schwenninger müssen nicht mit einer Strafe rechnen, da sie innerhalb der Frist von zwei Minuten zurück aufs Eis kamen. Bisons-Coach Ken Filbey fand die Aktion „ein wenig peinlich, denn die Schiris waren nicht so schlimm“.