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17.08.2018

Pforzheimer Hockeysport trauert um Herbert Lederle

Pforzheim. Der Hockeysport Pforzheims hat mit Herbert Lederle seine langjährige Identifikationsfigur verloren. Er starb einen Monat vor seinem 84. Geburtstag.

Bereits Ende der 40er- und zu Beginn der 50er-Jahre hat Herbert Lederle gemeinsam mit den Brüdern Steinwand den Hockeysport in Pforzheim, dessen Geschichte bis ins Jahr 1913 zurückzuverfolgen ist, wieder aufgebaut und an verantwortlicher Stelle bis zum Ende der 60er-Jahre geleitet, um diese Aufgabe dann ab 1970 in jüngere Hände zu geben und sich nur noch auf die Jugendarbeit zu konzentrieren.

Zugleich war Herbert Lederle für Pforzheim der profilierteste Spieler. in den 50er-Jahren war er Mitglied der deutschen Studentenauswahl, obwohl er aus nicht aus einer der bekannten Hockeyhochburgen wie Heidelberg oder Mannheim stammte. Technisch war er ein herausragender Spieler. Mit der Uni Heidelberg wurde er 1956 Hochschulmeister.

Beginn beim TCP

Seine Leidenschaft für diesen Sport veranlasste ihn, ab 1947 zuerst beim 1. Tennisclub Pforzheim am Davosweg, anschließend ab 1975 bei der Turngemeinde 88 und zuletzt ab 1986 als Abteilung des FSV Buckenberg, zuletzt unter dem Namen Pforzheimer Hockeyclub, maßgeblich die Jugendarbeit aufzubauen und zu leiten.

Diese Vereinswechsel waren jeweils den Platzverhältnissen geschuldet, seit 1986 wird endlich auf einem für diesen Sport geeigneten Untergrund, einem Kunstrasen, gespielt.

Bei der Suche nach geeigneten Jugendspielern hat Lederle seine berufliche Funktion als Gymnasialprofessor beim Hilda-Gymnasium geholfen. Lange Jahre initiierte und leitete er eine Kooperation Schule/Verein, ein Großteil der aktuellen Spieler rekrutiert sich aus seinen ehemaligen Schülern. Viele Jahre war er beim Hilda-Gymnasium auch verantwortlich für die Arbeitsgemeinschaft „Jugend trainiert für Olympia“.

Der Hockeysport in Pforzheim hat er bis zuletzt unterstützt, er versäumte keines der großen internationalen Hallenturniere. Im Verein wird er unvergessen bleiben.